Erdbeben Internationale Hilfe für Nepal läuft an

Nach dem stärksten Erdbeben in Nepal seit 80 Jahren mit mindestens 1450 Toten haben ausländische Regierungen und Hilfsorganisationen ihre Hilfe zugesichert, darunter auch die Bundesregierung.

Nahrungsmittel und Rettungsausrüstung: Vorbereitungen für Hilfsflüge für Nepal auf einem indischen Luftwaffenstützpunkt
AFP

Nahrungsmittel und Rettungsausrüstung: Vorbereitungen für Hilfsflüge für Nepal auf einem indischen Luftwaffenstützpunkt


Die internationale Gemeinschaft hat Nepal nach dem schweren Beben ihre Hilfe zugesagt. Auch die Bundesregierung stehe bereit, nach Kräften zu helfen, teilte Regierungssprecherin Christiane Wirtz in Berlin mit. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem nepalesischen Ministerpräsidenten Sushil Koirala ihr Mitgefühl übermittelt.

Deutsche und internationale Hilfsorganisationen bemühten sich um eine Einschätzung des Bedarfs vor Ort. Wie die Organisation Care mitteilte, plane sie, 75.000 Menschen mit Notunterkünften, Nahrungsmitteln, Wasserreinigungstabletten und dem Bau von Latrinen zu unterstützen.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) teilte mit, es sei besonders besorgt um Bewohner abgelegener Dörfer nahe dem Epizentrum des Bebens 80 Kilometer von der Hauptstadt Kathmandu entfernt. Straßen seien zerstört oder durch Erdrutsche verschüttet und die Kommunikation sei unterbrochen.

Indien und Pakistan schicken Hilfsflüge

Die USA kündigten an, es sollten Hilfsgelder in Höhe von einer Million Dollar für Nepal bereitgestellt werden. Die US-Entwicklungshilfebehörde USAID wolle ein Such- und Rettungsteam entsenden. US-Außenminister John Kerry sagte, die Regierungen der USA und Nepals arbeiteten eng zusammen, um Abhilfe zu schaffen.

Die Regierung des nepalesischen Nachbarstaates Indien bereitete unterdessen bereits Hilfsflüge vor: Die indische Luftwaffe will mehrere Flugzeuge mit Nahrungsmitteln und Rettungsausrüstung nach Nepal schicken. Auch Spürhunde und Ärzte seien an Bord.

Auch das pakistanische Militär wolle vier Transportflugzeuge mit Hilfsmitteln entsenden, teilte die Armee mit. An Bord der Maschinen seien ein Feldlazarett mit 30 Betten sowie Ärzte. Außerdem werde ein Team des Militärs entsandt, dass auf die Bergung von Opfern von Naturkatastrophen spezialisiert sei und Spürhunde mit sich führe.

loe/AFP/dpa/AP

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insgesamt 8 Beiträge
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*Travelyunkie* 26.04.2015
1. 1 Million von den USA? Tatsächlich? So viel?!!?
Dass denen das nicht peinlich ist! $ 1.000.000 ist natürlich für dich und mich viel Geld. Aber wir reden hier von den USA!!! Nur zum Vergleich: Griechenland hat bisher ca. 227 Milliarden erhalten. € 227.000.000.000 = Zweihundertsiebenundzwanzigtausend(!) Millionen. Also wenn ich als USA nur 1 Million ankündigen würde, dann würde ich das niemandem(!) erzählen. Das wäre mir dann doch zu peinlich!!!
Ozric67 26.04.2015
2. Helfen, aber richtig!
Man sieht es ja an Haiti. Wurde da nicht auch geholfen? Schade, das es nix so richtig bringt. Mein Beileid an die armen Menschen da. Und alle die da noch kommen werden.
espet3 26.04.2015
3. Eine besondere Hilfe
könnte darin bestehen, in dieser Region die Verantwortlichen in bautechnischer Hinsicht durch Japan zu beraten. Mehrgeschossige Ziegelbauten halten einem Erdbeben dieser Stärke nicht aus.
guenther2009 26.04.2015
4. Ich finde es
sehr gut, dass die Weltgemeinschaft so hilft. Ich hoffe aber, dass das Geld und Hilfsgüter, nicht so wie in Haiti, in einem Korruptionssumpf verschwinden.
holger.w 26.04.2015
5. Hilfe bringt nichts?
@OZRIC67 Zit: "Man sieht es ja an Haiti. Wurde da nicht auch geholfen? Schade, das es nix so richtig bringt. Mein Beileid an die armen Menschen da. Und alle die da noch kommen werden." Die Menschen, welche durch Nothilfe Zugang zu ärztlicher Versorgung bekommen würden das wohl anders sehen..... Alles darüber hinaus ist zum Zeitpunkt einer Katastrophe eine rein akademische Diskussion und fehl am Platz...
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