Neue Angriffswelle Türkische Armee bombardiert PKK-Stellungen im Irak

Die Türkei bombardiert wieder Stellungen der PKK - es ist die größte Angriffswelle seit Wochen. Bundesinnenminister Schäuble kündigte bei einem Besuch in Ankara an, gegen Mitglieder der PKK in Deutschland noch härter vorzugehen.


Hamburg - Türkische Kampfflugzeuge haben nach Angaben der Streitkräfte 70 mutmaßliche Stellungen der PKK im Nordirak bombardiert. Bei dem rund zwölf Stunden andauernden Einsatz seien keine Zivilpersonen verletzt worden, erklärten die türkischen Streitkräfte. Die Stellungen der Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) seien aufgrund von Geheimdienstinformationen ausgewählt und überprüft worden, hieß es.

Die USA hatten der Türkei zuvor zugesagt, umfassende Geheimdienstinformationen über mutmaßliche PKK-Stellungen zu liefern. Die Luftangriffe stellten die seit Wochen größte Angriffswelle auf Ziele im Nachbarland dar. Die PKK wird nicht nur von der Türkei, sondern auch von der EU und den USA als Terrororganisation angesehen.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat der Türkei bei einem Zusammentreffen mit seinem Kollegen Besir Atalay in Ankara Unterstützung im Kampf gegen die PKK zugesagt. Deutschland sei gegen jede Form von Terrorismus und werde daher entschlossen gegen die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) vorgehen, sagte der CDU-Politiker vor Journalisten.

Schätzungen zufolge haben sich rund 3000 Kämpfer in die Kurdengebiete des Nordiraks zurückgezogen. Den türkischen Streitkräften zufolge haben die Angriffe auf die PKK-Stellungen im Nordirak der Organisation in den vergangenen Monaten bereits großen Schaden zugefügt. Ihre Kommandostrukturen seien schwer getroffen worden und mindestens 175 Kämpfer seien getötet worden, teilten die Streitkräfte mit.

flo/AP



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