Entwicklungsminister in Sambia Neue Flugzeugpanne bei Afrika-Reise von Gerd Müller

Ein weiterer Defekt an seinem Regierungsflieger hat die Afrikareise von Gerd Müller erneut durcheinandergebracht. Nun muss der Entwicklungsminister mit einem zivilen Flieger zurück nach Deutschland reisen.
Gerd Müllers Regierungsflieger

Gerd Müllers Regierungsflieger

Foto: imago/epd

Eigentlich schien nun alles bereit für den Abflug. Endlich sollte es weitergehen für den genervten Entwicklungsminister Gerd Müller, der nach einer Panne am Regierungsflieger im afrikanischen Sambia feststeckte. Doch der CSU-Politiker hatte wieder Pech.

Nach der Landung der Maschine in Ndola, der drittgrößten Stadt des Landes, sei ein Fehler im System angezeigt worden, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Müller musste mit einer zivilen Fluggesellschaft zurück nach Deutschland reisen.

Der neue, nun zweite Fehler steht nach ersten Untersuchungen nicht in Zusammenhang mit einem defekten Ventil, das einen Start der zweistrahligen Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft in Malawi zunächst unmöglich gemacht hatte. Der Minister und seine Delegation hatten einen Linienflug genutzt, um nach Sambia zu kommen. Eine geplante Weiterreise nach Namibia war abgesagt worden.

Müller beklagte Symbolwirkung schon vor der neuesten Panne

Der CSU-Politiker sagte, die wiederholten technischen Probleme mit den Flugzeugen der Bundesregierung schadeten dem Ansehen Deutschlands in der Welt. Die Pannen hätten eine "enorm negative Symbolwirkung für das Hightech-Land Deutschland", sagte er während des Besuchs in Sambia. Das Verteidigungsministerium hatte zuletzt argumentiert, die Ausfallzeiten der Maschinen seien statistisch betrachtet niedrig.

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Erst Ende November hatte es Angela Merkel getroffen. Die Bundeskanzlerin war wegen eines technischen Defekts an ihrem Regierungsflieger erst mit massiver Verspätung beim G20-Gipfel in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires angekommen. Merkel hatte ihre Anreise unterbrechen müssen und kam letztlich mit einem Linienflug ab Madrid in Argentinien an.


Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieser Nachricht war die Rede von einem Ersatzflieger, der Gerd Müller aus Sambia abholen sollte. Dies war nicht korrekt. An derselben Regierungsmaschine traten zwei Mal Defekte auf. Wir haben die entsprechenden Stellen korrigiert und bitten den Fehler zu entschuldigen.

aev/dpa
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