Neue Foltervorwürfe Elektroschocks und tagelang nackt

Ein inzwischen freigelassener Iraker ist nach eigenen Angaben in einer Haftanstalt der US-Armee nahe Tikrit gefoltert worden. Vor seinem Verhör sei er mehrere Tage lang ohne Kleidung eingesperrt gewesen.


Bagdad - Chalaf Sidan war eigenen Darstellungen zufolge nach einem Hubschrauberabsturz von amerikanischen Soldaten in der Nähe seines Hauses in Tikrit festgenommen worden. Die US-Armee habe ihn zu dem Angriff auf den Helikopter ins Verhör genommen. Davor sei er jedoch misshandelt worden, so Sidan.

Vor dem Verhör sei er mehrere Tage lang nackt eingesperrt gewesen, gab der inzwischen Freigelassene an. Während der Befragung, hätten ihn die Soldaten mit einem Elektroschock-Stab auf Rücken, Bauch und die Geschlechtsteile geschlagen. Anschließend habe man ihn mehrere Tage großer Kälte ausgesetzt. "Sie haben meine Arme und Beine zusammengebunden und mich für etwa zwölf Stunden in einer Höhe von fünf Metern an den Füßen aufgehängt", sagte Sidan weiter.

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