Neue Pipeline Russland liefert Erdgas direkt nach Südossetien

Die abtrünnige georgische Region Südossetien bekommt seit dieser Woche Erdgas direkt aus Russland. Die Ministerpräsidenten haben am Mittwoch eine Pipeline vom russischen Nord- nach Südossetien in Betrieb genommen.


Moskau - Russland beliefert seit Mittwoch die abtrünnige georgische Region Südossetien über eine direkte Pipeline mit Erdgas. Die Versorgungsleitung wurde bei einem Treffen von Ministerpräsident Wladimir Putin mit seinem südossetischen Kollegen Eduard Kokoiti in Moskau in Betrieb genommen. An dem Treffen nahm auch der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, teil.

Die neue Pipeline verläuft von der russischen Republik Nordossetien nach Südossetien. Die abtrünnige georgische Region erhielt bisher russisches Erdgas durch eine Pipeline, die über georgisches Kernland verläuft.

Die Freigabe der Pipeline erfolgte ein Jahr nach der Anerkennung der Unabhängigkeit Südossetiens und der ebenfalls abtrünnigen Region Abchasien durch Russland nach dem georgisch-russischen Krieg. Putin sicherte Südossetien am Mittwoch erneut zu, die Eigenständigkeit Südossetiens zu verteidigen.

International wird die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens nicht anerkannt.

can/AP



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