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New York: Kampf den E-Kippen

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Neues Gesetz Stadt New York verbietet E-Zigaretten

Neue Gesundheitsoffensive in New York: Die US-Metropole verbannt künftig auch E-Zigaretten aus der Öffentlichkeit. Dies beschloss der Stadtrat. Die Unterzeichnung der Verordnung wird vermutlich einer der letzten Regierungsakte des scheidenden Bürgermeisters Michael Bloomberg.

New York City - Büros, Geschäfte, Behörden, Parks: Überall dort, wo Tabak nicht erlaubt ist, gilt in New York City künftig auch ein Verbot für E-Zigaretten. Die elektronischen Geräte, die ein Ersatz für richtige Zigaretten sein sollen, werden in vier Monaten aus dem öffentlichen Leben der Stadt verbannt.

Eine entsprechende Verordnung hat nach Angaben des Fernsehsenders CBS  der New Yorker Stadtrat verabschiedet. Nun muss sie noch vom Bürgermeister bestätigt werden. Es besteht aber kein Zweifel, dass Michael Bloomberg das noch tut, bevor er mit dem Jahreswechsel aus dem Amt scheidet.

E-Zigaretten verdampfen eine Flüssigkeit, die dem Benutzer den Rauch einer Zigarette vorgaukeln soll. Befürworter sehen das als unaufdringliche Alternative zum echten Tabak, Kritiker verweisen jedoch auf eventuelle Schäden durch die Dämpfe. Der Streit geht seit Jahren, in mehreren US-Bundesstaaten gelten für die E-Zigaretten bereits Rauchverbote. In New York ist es nur eines von mehreren Verboten aus der Ära Bloomberg.

Zuletzt hatte New Yorks Stadtparlament Ende Oktober mit einer weiteren Verschärfung der Tabakgesetze für Aufsehen gesorgt. Wer in New York Zigaretten kaufen will, muss künftig mindestens 21 Jahre alt sein - und sich entsprechend ausweisen. Das Stadtparlament der Millionenmetropole beschloss das neue Gesetz mit 35 gegen zehn Stimmen.

Zur Gesundheitsoffensive der Stadt gehörte in jüngster Vergangenheit auch der Kampf gegen die Fettleibigkeit. Ein umstrittenes Verbot riesiger Softdrink-Becher hatte im März allerdings ein Gericht in der US-Metropole gestoppt. Das Urteil galt als herber Rückschlag für den damaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. Zu seinem Nachfolger als Stadtoberhaupt wurde im November mit mehr als 70 Prozent der Demokrat Bill de Blasio gekürt.

bos/dpa