Neues Parlament im Kosovo "Meilenstein auf dem Weg zu Demokratie"

120 Sitze umfasst das neue Abgeordnetenhaus im Kosovo, das am Montag mit einer konstituierenden Sitzung eröffnet wurde. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstverwaltung der Provinz gemacht worden.


Pristina - Uno-Generalsekretär Kofi Annan sprach an die Adresse der 120 Abgeordneten von einem "Meilenstein auf dem Weg zu Demokratie und friedlicher Entwicklung". Annan mahnte aber: "Niemand darf nur wegen seiner ethnischen Herkunft Diskriminierung erleiden."

Die Abgeordneten, darunter auch 22 Serben, trafen zweieinhalb Jahre nach dem Abzug serbischer Truppen aus der Provinz am Vormittag in Pristina zur ersten Sitzung zusammen. Das Parlament soll die Selbstverwaltung der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz beginnen. Es wird einen Präsidenten wählen, der zur Bildung einer Regierung einen Ministerpräsidenten benennt.

"Wir sind nun Zeuge, wie eine tief greifende, bedeutende Selbstregierung im Kosovo errichtet wird", sagte der Uno-Sondergesandte Hans Häkkerup zur Eröffnung der Zeremonie. Er appellierte, die Politiker im Kosovo sollten verantwortlich handeln und sich für die Versöhnung der Volksgruppen einsetzen. Nach der Uno-Resolution 1244 hat das Kosovo zunächst Selbstverwaltung innerhalb Jugoslawiens, während die Albaner Unabhängigkeit durchsetzen wollen.



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