Neuseeland Festnahme nach Sprengsatzalarm in Christchurch

Neuseeland hat den Schock nach den Anschlägen vom 15. März mit 50 Toten noch nicht verarbeitet, jetzt rückten Einsatzkräfte zu einem neuen Großeinsatz in Christchurch aus. Die Polizei nahm einen 33-Jährigen fest.

TVNZ/ Reuters TV/ REUTERS

Erst vor wenigen Wochen hatte ein Attentäter bei Anschlägen auf Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch 50 Menschen getötet. Nun hat die Polizei dort einen 33-jährigen Mann festgenommen. Nach offiziellen Angaben hatten die Beamten im Zuge des Einsatzes Munition und ein Paket mit verdächtigem Inhalt in einem verlassenen Haus sichergestellt.

Polizeikommissar John Price sagte, ein Sonderkommando habe die mutmaßlichen Sprengsätze untersucht. Zu dem Einsatz rückten auch Feuerwehrleute und Rettungswagen an. Als Vorsichtsmaßnahme hatte die Polizei Häuser in der Nähe evakuieren lassen und eine Flugverbotszone eingerichtet. Später wurden die Beschränkungen wieder aufgehoben.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

Die Polizei gab nicht an, ob es einen Zusammenhang zwischen der Festnahme des 33-Jährigen und den Anschlägen vom 15. März geben könnte. Auch bei dem 28-jährigen Attentäter von Christchurch, der derzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis sitzt, waren Waffen und zwei Sprengstoffvorrichtungen gefunden worden. Er soll sich nach Willen der Anklage wegen 50-fachen Mordes vor Gericht verantworten. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. (Lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelstory zu dem Fall, die vor zwei Wochen erschienen ist)

vks/Reuters

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