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24. März 2016, 09:29 Uhr

Volksabstimmung

Neuseeländer wollen ihre Fahne behalten

Tausende Vorschläge waren eingegangen, doch die Mehrheit der Bürger will keine Veränderung: Die Volksabstimmung über eine neue Flagge für Neuseeland endete mit einer Absage an ein Lieblingsprojekt des Premiers.

Die Neuseeländer haben in einem Referendum eine neue Flagge für ihr Land abgelehnt.

In der schriftlichen Abstimmung stimmten 56,6 Prozent gegen ein neues Design mit einem Silberfarn. Damit bleibt die alte Flagge mit dem britischen Union Jack in der Ecke erhalten. An der Abstimmung beteiligten sich mehr als zwei Millionen Wähler.

Die Befürworter der neuen Flagge hatten argumentiert, die alte Flagge sei der australischen zu ähnlich. Auch sei sie zu sehr mit der Kolonialgeschichte verbunden. Die Gegner des neuen Designs argumentierten, sie sei uninspiriert und lediglich der Versuch von Regierungschef John Key, sich ein Denkmal zu setzen.

Die neue Flagge war eines der Lieblingsthemen von Premier Key. Er hatte die Bürger aufgerufen, Vorschläge für eine neue Flagge einzureichen. Aus 10.300 Entwürfen hatte eine Regierungskommission die ihrer Ansicht nach 40 Besten ausgewählt und der Öffentlichkeit präsentiert.

Mehr als die Hälfte der eingereichten Vorschläge zeigt Sterne. Auch in der aktuellen Flagge von 1902 sind vier rote Sterne zu sehen - sie stehen für das Sternbild Kreuz des Südens. Zu den Vorschlägen, die es nicht unter die Top 40 geschafft haben, gehören unter anderem ein Kiwi mit Laseraugen oder ein Schaf mit einer Eistüte.

cht/brk/dpa/AP

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