Termin steht Griechenland wählt am 7. Juli Parlament neu

Ursprünglichen sollten die Griechen erst im Herbst an die Urnen gehen, doch die Niederlage der Tsipras-Regierung bei der EU-Wahl bewog zum Handeln: In drei Wochen finden Neuwahlen statt.

Alexis Tsipras (r), Premierminister von Griechenland trifft sich mit Prokopis Pavlopoulos, dem griechischen Staatspräsidenten
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Alexis Tsipras (r), Premierminister von Griechenland trifft sich mit Prokopis Pavlopoulos, dem griechischen Staatspräsidenten


Gut zwei Wochen nach seiner Niederlage bei den Europawahlen hat der griechische Regierungschef Alexis Tsipras nun bei Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos vorgezogene Parlamentswahlen beantragt. Diese werden am 7. Juli stattfinden, teilte Tsipras im Staatsfernsehen (ERT) mit.

Das Land komme aus einer schweren Finanzkrise heraus und brauche Stabilität und keine lange Wahlkampfperiode, begründete Tsipras seine Entscheidung. Der Staatspräsident stimmte dem zu. Regulär müssten die Parlamentswahlen im Herbst stattfinden.

Tsipras' Linkspartei Syriza hatte am 26. Mai eine schwere Niederlage eingesteckt. Die konservative Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) hatte mit 9,3 Prozentpunkten Vorsprung (33,1 Prozent) die Europawahlen gewonnen. Syriza kam auf 23,8 Prozent.

Alle Umfragen zeigen, dass es in Griechenland im Juli zu einem Regierungswechsel kommen könnte. Die Konservativen führen laut Demoskopen mit rund zehn Prozentpunkten Vorsprung.

Das schlechte Abschneiden von Tsipras hängt unter anderem mit den harten Sparmaßnahmen und Reformen zusammen, die der Premier in den vergangenen Jahren umgesetzt hat. Die Konservativen versprechen nun, die Wirtschaft anzukurbeln, die Steuern zu senken und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

tin/dpa



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