Terror in New York Attentäter stand in Verbindung zum IS

Er tötete mit einem Kleinlaster acht Menschen und verletzte mindestens elf weitere: Der Attentäter von New York hatte laut New Yorks Gouverneur Cuomo Kontakt zur Terrormiliz "Islamischer Staat".

Ermittler am Tatort
REUTERS

Ermittler am Tatort


Der Attentäter von New York hat sich nach Angaben von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo in den USA radikalisiert. "Nachdem er in die USA kam, hat er begonnen, sich über den IS und radikalislamische Taktiken zu informieren", sagte Cuomo dem TV-Sender CNN. Die in der Nähe seines gemieteten Pick-up-Trucks gefundene Notiz habe auch eine Referenz zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) enthalten, sagte der Gouverneur dem TV-Sender CBS. Der Attentäter sei ein "verkommener Feigling".

Bei der Terrorattacke mit einem Kleinlaster waren am Dienstag mindestens acht Menschen getötet worden, elf wurden verletzt - darunter auch eine Deutsche (Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht: New Yorks Albtraum).

Der 29-jährige Verdächtige wurde als Sayfullo Saipov identifiziert. Den Ermittlern zufolge war er vor sieben Jahren aus Usbekistan eingewandert. Der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew teilte Trump mit, sein Land werde alle Ressourcen nutzen, um bei den Ermittlungen zu helfen.

SPIEGEL ONLINE (Quelle: New York Times; Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL))

Zuletzt soll Saipov sich in New Jersey aufgehalten haben, wo auch der Wagen gemietet worden sei. Beim Verlassen seines Wagens soll er laut Augenzeugenberichten "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen haben.

Im Video: Polizei überwältigt Saipov nach der Terrorfahrt

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Der Angriff erinnerte an ebenfalls mit Fahrzeugen verübte und offensichtlich islamistisch motivierte Anschläge in Barcelona, London, Berlin oder Nizza. Der Attentäter war im Südteil von Manhattan streckenweise auf einem Radweg gefahren. Er rammte mehrere Radfahrer und Fußgänger und kollidierte zuletzt mit einem Schulbus. Daraufhin verließ er seinen Truck, wobei er ein Paintball- und ein Luftgewehr in den Händen hatte. Ein Polizist schoss dem Fahrer in den Bauch. Er wurde im Krankenhaus operiert.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Angreifer als "sehr krank und gestört". Er fügte bei Twitter hinzu, dem IS dürfe nicht erlaubt werden, "in die USA zurückzukehren oder zu gelangen". Die Ermittlungsbehörden hatten zu diesem Zeitpunkt zumindest öffentlich noch keinen Hinweis auf eine IS-Verbindung gegeben.

In einem weiteren Tweet schrieb Trump, er habe das Heimatschutzministerium angewiesen, das Sonderprogramm zur Sicherheitsüberprüfung von Einreisenden in die USA zu verschärfen. Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einem "besonders feigen Terrorakt".

apr/cte/dpa/AFP



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