Anschlag in Manhattan FBI vernimmt zweiten Usbeken

Nach dem Terroranschlag in New York hat das FBI nach einem zweiten Mann gefahndet: Der Usbeke soll wichtige Informationen zu dem tödlichen Angriff haben. Gegen den Täter wurde nun offiziell Anklage erhoben.

Suche nach Spuren am Tatort in New York
AFP

Suche nach Spuren am Tatort in New York


Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in New York hat die US-Bundespolizei FBI einen raschen Fahndungserfolg vermeldet: Sie spürte nach eigenen Angaben einen Mann aus Usbekistan auf, von dem sie sich Informationen über das Fahrzeugattentat erhofft. Der Mann sei weniger als eine Stunde nach dem öffentlichen Fahndungsaufruf gefunden worden, teilte das FBI in New York mit. Weitere Angaben wollte es nicht machen.

Die Bundespolizei hatte den 32-jährigen Mukhammadzoir Kadirov zur Fahndung ausgeschrieben, weil er "Informationen zu dem tödlichen Angriff" haben könnte. Kadirov stammt aus Usbekistan, von dort kommt auch der Fahrzeugattentäter Sayfullo Saipov.

Ihm wird zur Last gelegt, für den Tod von acht Menschen verantwortlich zu sein und die Islamistenmiliz IS unterstützt zu haben. In der Klage hieß es, der Verdächtige habe zugegeben, vom IS inspiriert worden zu sein. Er habe vorgehabt, so viele Menschen wie möglich zu töten.

Dem FBI soll er zudem gesagt haben, dass er sich bewusst für Halloween als Tatzeitpunkt entschieden habe, weil dort besonders viele Menschen auf den Straßen seien. Zudem habe er um Erlaubnis gebeten, eine IS-Flagge in seinem Krankenhauszimmer aufzuhängen. Er fühle sich gut und bereue seine Tat nicht, so die Bundespolizei weiter.

Der Mann hatte am Dienstag den Ermittlungen zufolge mit einem Kleintransporter auf einem Radweg in New York zahlreiche Fußgänger und Radfahrer umgefahren. Acht Menschen starben, mindestens elf wurden verletzt. Als er aus dem Wagen floh, wurde er nach Polizeiangaben niedergeschossen und festgenommen.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, den Attentäter von New York im umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba einsperren lassen zu wollen. Auf eine entsprechende Frage sagte Trump vor Journalisten in Washington: "Ich würde dies sicherlich in Erwägung ziehen".

Trump hatte sich bereits zu seinem Amtsantritt dafür ausgesprochen, das von Menschen- und Bürgerrechtlern angeprangerte Gefangenenlager wieder stärker zu nutzen.

bam/Reuters



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