New York Mann soll Anschlag auf Times Square geplant haben

Ein mutmaßlicher IS-Anhänger wird beschuldigt, Vorbereitungen für ein Attentat am Times Square in New York getroffen zu haben. Er habe Homosexuelle erschießen wollen - fragte aber einen verdeckten Ermittler nach Waffen.

Ein Polizeiauto steht am Times Square
Mike Segar / REUTERS

Ein Polizeiauto steht am Times Square


In den USA ist ein 22-Jähriger offiziell beschuldigt worden, einen Anschlag am Times Square in New York geplant zu haben. Der Mann soll versucht haben, nicht registrierte Waffen und Munition zu kaufen. Auch habe er versucht, geeignete Plätze für einen Anschlag am Times Square zu identifizieren. Er wurde am Donnerstag im New Yorker Stadtteil Brooklyn festgenommen, als er zwei Pistolen entgegennehmen wollte.

Der Mann aus Bangladesch hatte sich der Strafanzeige zufolge in den Monaten zuvor gegenüber einem verdeckten Ermittler als Unterstützer der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu erkennen gegeben und die Anschläge vom 11. September 2001 als "kompletten Erfolg" bezeichnet.

Seit August 2018 soll sich der Mann regelmäßig mit dem verdeckten Ermittler getroffen haben. Die Ermittler sehen ihn als Einzeltäter. "Ich will als Kämpfer sterben, Mann", habe er dem verdeckten Ermittler demnach im Januar während einer Fahrt zu einem Schießplatz im US-Bundesstaat Pennsylvania gesagt.

Mit dem verdeckten Ermittler soll er den Gebrauch einer Sprengstoffweste für den Anschlag diskutiert haben. Die beiden hätten sich dann aber für einen Angriff mit Handwaffen und Handgranaten entschieden. Der Mann bat den Agenten schließlich darum, ihm ein Sturmgewehr oder andere Waffen zu besorgen. Er wolle damit Schwule erschießen, sagte er.

Der Times Square im Herzen von Manhattan war schon früher Ziel von Anschlägen. 2017 fuhr ein US-Veteran mit seinem Auto in eine Menschengruppe. Eine junge Frau wurde dabei getötet, 22 weitere Menschen verletzt. 2016 nahm die Polizei drei Männer fest, die im Namen des IS Bombenanschläge am Times Square und in der New Yorker U-Bahn geplant haben sollen.

kko/AFP



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