Die Lage am Mittwoch Liebe Leserin, lieber Leser,


heute bekommt Großbritannien eine neue Premierministerin. Zuvor wird David Cameron die Queen im Buckingham Palast um seine Entlassung bitten. Die Welt ist gespannt, welche musikalische Einlage er dieses Mal zu bieten hat.

Gefährliche Provokationen

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Heft 28/2016
Terror verändert das Reisen. Was also tun?

In Brüssel tagt heute der Nato-Russland-Rat. Zum zweiten Mal seit Beginn der Ukraine-Krise kommen die Botschafter der Nato-Staaten mit ihrem russischen Kollegen zusammen. Beim ersten Treffen im April soll das Klima schon eisig gewesen sein. Jetzt, wenige Tage nach dem Nato-Gipfel in Warschau, dürfte es nicht gemütlicher werden. Immerhin steht neben der Ukraine-Krise und den gefährlichen Provokationen im Luftraum über der Ostsee auch das Thema Afghanistan auf der Tagesordnung. Dort zumindest haben Russland und der Westen gemeinsame Interessen.

REUTERS

Weg und Ziel

Ministerin von der Leyen stellt heute in Berlin das Weißbuch vor, das Dokument der sicherheitspolitischen Selbstverortung der Nation. Überraschungen sind kaum zu erwarten. Auch die politischen Auswirkungen dürften sich in Grenzen halten. Beim sogenannten Weißbuchprozess gilt: Der Weg ist das Ziel. Ist das Werk einmal fertig, verstaubt es in den Regalen von Beamten und Bibliotheken, um irgendwann einmal kommenden Generationen von Historikern als Quelle zu dienen.

Kopftuchstreit

Darf ein Unternehmen seine Angestellte entlassen, weil sie am Arbeitsplatz ein Kopftuch trägt? Mit dieser Frage beschäftigt sich heute der Europäische Gerichtshof. Geklagt hatten eine belgische Rezeptionistin und eine französische Softwareentwicklerin. Sie waren entlassen worden, nachdem sie sich geweigert hatten, das Kopftuch bei der Arbeit mit Kunden abzulegen. Religionsfreiheit steht gegen unternehmerische Freiheit, das Urteil dürfte auch für deutsche Unternehmen von Bedeutung sein.

Die jüngsten Meldungen aus der Nacht

AFP

Verlierer des Tages...

...ist die AfD. Nachdem sich ihre Fraktion im Südwesten in der vergangenen Woche zerlegt hat, diskutiert heute der Landtag in Stuttgart über die Spaltung. Das Abklingen der Flüchtlingskrise und der Machtkampf zwischen Parteichefin Frauke Petry und den AfD-Männern lassen die Umfragewerte der Populisten sinken. Wir lernen: Nicht einmal die Wutwähler mögen es, wenn in ihrer Partei gestritten wird.

Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Tag, Ihre

Christiane Hoffmann, stellvertretende Leiterin des SPIEGEL-Hauptstadtbüros

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
f-rust 13.07.2016
1.
Ostsee? Welcher Planet ist gemeint? Hat sich RU nach Westen ausgedehnt oder ist die Nato immer weiter nach Osten bis direkt an die Westgrenze RUs vorgerückt?
michab66 13.07.2016
2. Morning Briefing?
Morning Briefing? Ihnen ist aber schon klar, dass Sie hier für die deutsche Ausgabe des SPON schreiben?
Rina Maria 13.07.2016
3. Natürlich....
kann man niemandem verbieten, mit Kopftuch im Hotel zu arbeiten, die Frage muss aber erlaubt sein warum es Menschen gibt, die dafür kämpfen es tragen zu dürfen? Das ist mit Religionsfreiheit nicht zu erklären, besser wir wären wir " frei von Religion."
geboren1969 13.07.2016
4. AfD - Luft nach unten!
Laut Umfrage Forsa/RTL diese Woche auf 8% im Bund gefallen. Weiter so. Da ist noch jede Menge Luft nach unten.Noch minus ca. 3% wären ideal.
simonweber1 13.07.2016
5. Wieso
sollte ein Kopftuchverbot für muslimische Frauen nicht möglich sein. Selbst in der Türkei gab es dieses Kopftuchverbot über eine lange zeit. Das ist doch erst vor ein paar Jahren von Erdogan aufgehoben worden.Ein religiöser Ansatz zum Tragen eines Kopftuches ergibt sich aus dem Koran nicht.
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