+++ US-Newsblog +++ Siemens-Chef kritisiert Trump

Siemens-Chef Kaeser ist von der Politik Donald Trumps beunruhigt. Er hoffe auf den "sehr guten Beraterstab" des US-Präsidenten. Die aktuellen Entwicklungen im Newsblog.

Siemens-Chef Kaeser (r.)
AP

Siemens-Chef Kaeser (r.)


14.12 Uhr

EU-Kommission sieht Trump als Gefahr für transatlantische Beziehungen

Die EU-Kommission sieht in der der Politik von US-Präsident Donald Trump eine Gefahr für die transatlantische Partnerschaft zwischen Europa und den USA. "Wir verfolgen mit wachsender Sorge, dass die jüngsten Schritte und Ankündigungen die strategischen (...) Beziehungen beeinträchtigen würden", sagte Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic. Die USA sollten sich bewusst sein, dass sie nie einen besseren Verbündeten als das geeinte Europa gehabt hätten. "Wir sollten diese Beziehung wertschätzen und sie nicht vergessen", sagte er.

11.10 Uhr

US-Konsulate in Deutschland stellen wieder Visa für Doppelstaater aus

Die amerikanische Botschaft in Berlin reagiert auf die Entschärfung des Einreisestopps von Präsident Trump. Deutschen Staatsbürgern, die auch einen Pass der sieben betroffenen Länder besitzen, werden ab sofort wieder Visa erteilt. Das teilte die Botschaft am Mittwoch auf ihrer Internetseite mit. Bis Dienstag hatte sie Doppelstaater noch aufgefordert, erst gar keinen Termin zu vereinbaren. Das Heimatschutzministerium in Washington hatte die Änderung bereits am Dienstag angekündigt. Von dem Einreisestopp sind Bürger der muslimisch geprägten Länder Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen betroffen. Trump hatte seinen umstrittenen Erlass mit dem Schutz vor Terror begründet.

10.00 Uhr

Trumps Entscheidungen beunruhigen Siemens-Chef

Einreiseverbot für Bürger aus überwiegend muslimischen Ländern, der geplante Mauerbau an der Grenze zu Mexiko und, und, und: Die ersten Entscheidungen von Donald Trump beunruhigen Siemens-Chef Joe Kaeser. "Es besorgt uns schon, es besorgt mich persönlich, dass wir Töne hören, die bisher zu unserer Wahrnehmung dieses Landes nicht passten", sagte er am Mittwoch vor Beginn der Hauptversammlung des Unternehmens in München. Die USA stünden für eine Tradition von Freiheit, Weltoffenheit und Integration von Menschen unterschiedlicher Religionen und Herkunft. Zwar sei das Streben nach mehr Sicherheit verständlich. Es wäre aber "sehr schade", wenn man die Errungenschaften aufgeben würde, sagte Kaeser.

Zugleich mahnte er aber auch zu Besonnenheit. Trump habe einen "sehr guten Beraterstab", sagte der Manager. "Man sollte nicht Besonnenheit mit Unterwürfigkeitsgesten verwechseln."

09.19 Uhr

Apple prüft rechtliche Schritte gegen US-Einreiseverbot

Der Widerstand von US-Unternehmen gegen das von US-Präsident Donald Trump verfügte Einreiseverbot wird immer größer. Das US-Unternehmen Apple prüft nun offenbar rechtliche Schritte. Bereits gestern war bekannt geworden, dass sich Vertreter von GitHub, Google, Airbnb, Netflix und anderen Firmen treffen wollen, um über eine Unterstützung für Klagen gegen den Erlass zu beraten. Bereits am Montag hatte Amazon seine Unterstützung für eine Klage gegen die Einreiseverbote erklärt, die vom Washingtoner Generalstaatsanwalt angestrengt wurde. Die Technologiebranche gehört zu den schärfsten Kritikern der Einreiseverbote, auch, weil sie in besonderem Maße auf hochqualifizierte Mitarbeiter aus aller Welt setzt.

brk/als/dpa



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