Niederlage für Blair Unterhaus verbietet Fuchsjagd

Niederlage für Großbritanniens Premierminister Tony Blair im Unterhaus: Gegen den Willen der Regierung beschloss das Parlament ein totales Verbot der Fuchsjagd.


Protest: Diese beiden Damen demonstrierten für die Beibehaltung der Fuchsjagd
DPA

Protest: Diese beiden Damen demonstrierten für die Beibehaltung der Fuchsjagd

London - Nach einer mehrstündigen stürmischen Debatte stimmten 362 Abgeordnete im Unterhaus für das totale Verbot der traditionellen Hatz auf die Füchse. 154 votierten dagegen, Blair gab seine Stimme nicht ab. Der Gesetzentwurf seiner Regierung hatte vorgesehen, die Jagd nicht zu stoppen, sondern unter strengen Auflagen zu beschränken.

Tierschützer kritisieren die in England und Wales praktizierte Jagd zu Pferd und mit Hundemeute heftig. Die Regierung Blair hatte geltend gemacht, ein totales Verbot sei derzeit nicht durchsetzbar. Der Gesetzentwurf muss nun in einem Unterhaus-Ausschuss neu ausgearbeitet und schließlich noch dem Oberhaus vorgelegt werden.



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