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15. Mai 2019, 21:09 Uhr

Niger

17 Tote bei Angriff auf Militärpatrouille

Immer wieder kommt es im Westen Afrika zu Angriffen. Die Region wird von Islamisten als Rückzugsgebiet genutzt - und wurde einer Patrouille nun zum Verhängnis. Weitere Soldaten werden vermisst.

Mindestens 17 Soldaten sind bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille im westafrikanischen Niger getötet worden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte, galten elf Soldaten zunächst noch als vermisst, sechs weitere wurden verletzt.

Der Angriff hatte sich bereits am Dienstag unweit der malischen Grenze in einer Region ereignet, die islamistischen Extremisten als Rückzugsgebiet nutzen. Die Patrouille habe nach Angaben aus Sicherheitskreisen Terroristen verfolgt, die am Montag ein Hochsicherheitsgefängnis rund 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Niamey attackiert hatten. Bei dem Angriff war ein Soldat getötet worden.

Zahlreiche Angreifer, die teils auf Motorrädern unterwegs waren, hatten die Soldaten demnach in der Region Tillabéri in Nähe des Ortes Tongo Tongo angegriffen. Dort war Ende 2017 auch eine von US-Soldaten begleitete Patrouille attackiert worden. Vier amerikanische Soldaten wurden getötet. Zu dem Angriff bekannte sich später eine islamistische Terrorgruppe.

Vor allem im westlichen Teil des Nigers unweit der Grenzen zu Mali und Burkina Faso sind islamistische Terrorgruppen aktiv, die in den Weiten der Sahelzone vom Militär nur schwer zu bekämpfen sind. Einige von ihnen haben Al-Kaida die Treue geschworen, andere der Terrormiliz Islamischer Staat. Der Niger mit gut 21 Millionen Einwohnern ist einem UN-Index zufolge der ärmste Staat der Welt.

hba/dpa/AFP

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