Nigeria Tote und Verletzte bei Bombenanschlägen

Eine Reihe von Bombenanschlägen hat den Nordosten Nigerias getroffen. Vier Menschen starben, mehrere Opfer der Explosionen wurden verletzt. Die Attacken trafen vor allem Militärgebäude, aber auch eine Schule. Auch ein von Christen bewohntes Dorf wurde angegriffen.

Maiduguri - Zwei Selbstmordattentäter greifen eine Militärbasis an, eine Autobombe explodiert vor einer Kaserne, drei Sprengsätze detonieren, einer davon auf dem Gelände einer Schule: Bei einer Reihe von Bombenanschlägen im Nordosten Nigerias sind nach offiziellen Angaben mehrere Menschen verletzt worden, die beiden Selbstmordattentäter starben nach Angaben eines Sicherheitsbeamten.

Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen. Im Verdacht steht ein radikaler Arm der Sekte Boko Haram. Die Islamisten werden für zahlreiche Anschläge im muslimischen Norden Nigerias verantwortlich gemacht. Bei Attacken im vergangenen Jahr kamen mehr als 240 Menschen ums Leben.

Am Freitag explodierten zunächst drei Sprengsätze in der Millionenstadt Maiduguri. Eine Detonation ereignete sich nach Angaben des Polizeichefs der Stadt auf dem Gelände einer religiösen Schule. Augenzeugen berichteten, sechs Verletzte seien in Krankenwagen abtransportiert worden. Die Polizei machte keine Angaben über die Zahl der Verletzten. Bei dem Attentat auf einen Militärstützpunkt in seien Gebäude beschädigt und mehrere Soldaten leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Streitkräfte.

Am späten Nachmittag explodierte ein weiterer Sprengsatz in Damaturu, der Hauptstadt des Bundesstaates Yobe, etwa 80 Kilometer von Maiduguri entfernt. Die Bombe war nach offiziellen Angaben in einem Auto versteckt, das Unbekannte vor einem Bürohaus der Militärpolizei abgestellt hatten. Bei dem Anschlag seien zwei Soldaten verletzt worden, hieß es.

Bei einem Angriff auf ein mehrheitlich von Christen bewohntes Dorf im Norden Nigerias sind zwei Menschen getötet worden. Bewaffnete Männer griffen in der Nacht zum Freitag eine Gruppe von Gläubigen an, die Nachtwache hielten, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Menschen seien bei dem Überfall im Bundesstaat Kaduna verletzt worden. Die Polizei sucht derzeit nach den Angreifern.

usp/dapd/Reuters/AFP
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