Nachfolge von Nikki Haley Trump bringt Dina Powell als neue Uno-Botschafterin ins Spiel

Wer wird nach dem Rückzug der amerikanischen Uno-Botschafterin Nikki Haley auf ihren Posten folgen? Der US-Präsident hat eigenen Angaben zufolge mehrere Personen im Blick. Am kompetentesten sei seine Tochter Ivanka.

Dina Powell (März 2017)
REUTERS

Dina Powell (März 2017)


Nach dem Rücktritt der Uno-Botschafterin Nikki Haley hat US-Präsident Donald Trump seine Ex-Sicherheitsberaterin Dina Powell als eine mögliche Kandidatin für die Nachfolge genannt. Sie werde für den Posten in Betracht gezogen, sagte Trump auf die Frage eines Journalisten. Er fügte aber hinzu, dass es eine Reihe von Personen gebe, die man im Blick habe.

Trump erwähnte in diesem Zusammenhang auch seine Tochter Ivanka. Er habe gehört, dass ihr Name für den Posten gehandelt werde. Sie wäre "wunderbar" dafür, sagte Trump. Er wisse aber, dass er dann der Vetternwirtschaft beschuldigt würde - auch wenn es niemanden in der Welt gebe, der kompetenter sei als Ivanka.

Ivanka Trump selbst trat den Spekulationen auf Twitter entgegen. Es sei ihr eine Ehre, im Weißen Haus zu arbeiten und sie wisse, dass der Präsident einen "großartigen" Ersatz für Haley finden werde. Sie fügte hinzu: "Dieser Ersatz werde nicht ich sein."

Kurz zuvor hatte Ivanka Trump bei Twitter geschrieben, Nikki Haley habe Amerika auf großartige Weise gedient. Dazu postete Trump ein Foto, das sie mit ihrem Ehemann Jared Kushner und Haley zeigt. "Jared und ich sind dankbar für ihre Freundschaft."

Haley hatte am Dienstag überraschend angekündigt, ihren Posten zum Jahresende niederzulegen. Donald Trump sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Weißen Haus, er wolle voraussichtlich in den kommenden zwei bis drei Wochen einen Nachfolger ernennen.

Dina Powell, eine in Ägypten geborene frühere Investmentbankerin von Goldman Sachs, war bis Anfang des Jahres stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin im Weißen Haus. Sie galt als prägend für die Nahost-Politik der Regierung.

In US-Medien wurde auch über den US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, als möglichen Nachfolger für Haley spekuliert. Trump erklärte, Grenell stehe nicht auf der Kandidatenliste, aber er sei bereit, ihn für den Posten in Betracht zu ziehen. Grenell mache allerdings so gute Arbeit auf seinem jetzigen Posten und dieser sei so wichtig, dass er ihn ungern versetzen würde.

aar/dpa



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wittchen2000 10.10.2018
1. die nächste ... die nächste ... der nächste ....
...bis alles Stromlinienförmig auf den antidemokratisch narzistisch-egoistischen autokraten zu geschnitten ist. Irgendwann kommt das Karruseel zum Stillstand: Wenn Trump keine Widerstände mehr entgegenstehen.
voiceecho 10.10.2018
2. Familienunternehmen USA!
Trump behandelt die USA wie ein Familienunternehmen und besetzt alle wichtigen Posten mit Familienmitgliedern oder deren Freunden. Das ist für eine Demokratie unpassend und im Falle Trump unerträglich, parallel dazu gibt es aktuell in der Musterdemokratie von Erdogan. Das trumpische Chaos, was er hinterlassen wird, kann nur noch als historisch bezeichnet werden! Alleine die Demokratiedefizite! Arme Amerika!
Beat Adler 10.10.2018
3. Zelebrierte Harmonie vom Feinsten: Und Nikki H. laeuft davon......
Zelebrierte Harmonie vom Feinsten gestern life am Reality TV aus dem Weissen Haus: Und Nikki H. laeuft davon...... Warum eigentlich, wenn doch alles so toll ist, besonders der aktuelle Praesident im Weissen Haus? Wer fluesterte was ins Oehrchen von Nikki H., damit sie die Entscheidinug traf abzuhauen, das trumpsche Chaos zu verlassen? Sind ihr der Falke Bolton oder der CIAler Pompeo auf die Fuesse getreten? Keine Angst auch in die Oehrchen von Ivanka K. wird gefluestert! Auch auf ihre Made in China Schuehchen wird getreten;-)
isi-dor 10.10.2018
4. So läuft der Hase
Für mich ist der Fall klar: Trump hat Halley für Ivanka gefeuert. Easy Job ohne jede Verantwortung, weil Papa ja reinregiert und gleichzeitig ohne Aufwand ein fettes Zusatzgehalt für die Famiglia einfahren. Trump ist so durchschaubar.
sushidad 10.10.2018
5. Unter den Blinden...
...ist der Einäugige Präsident...! Inkompetente Führungskräfte umgeben sich gerne mit noch inkompetenteren Mitarbeitern , um dann aus der Masse der Unfähigkeit als der Kompetenteste herauszustechen - auch wenn diese "Kompetenz" meist nur aus der Autorität der Position entspringt. Vor diesem Hintergrund wäre die "First Daughter" natürlich eine hervorragende Wahl! Mich wundert eh schon lange, dass sie bei all ihrer Kompetenz noch nicht Justizministerin, Sonderermittlerin und Marineadmiralin ist ... Und dass Ihr Daddy - obwohl er sie bekanntermassen gerne daten würde (wäre sie nicht seine Tochter) - bei wichtigen Entscheidungen nicht auf sie hört, dass hat sie in den letzten Monaten ausreichend bewiesen... Ein durch Papis Millionen und schmutzige Geschäfte reich gewordener Schmierenkomödiant führt mit seinem Haufen Dilettanten die grösste Atommacht aller Zeiten...! Wenn wir da mal heil wieder rauskommen...
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