Nordirak Türkei fliegt weitere Angriffe auf PKK-Stellungen

Die türkische Armee hat erneut kurdische Rebellen im Nordirak attackiert. Die Luftwaffe griff mutmaßliche Stellungen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK an. Angaben über Opfer gab es nicht.


Istanbul - Die Luftwaffe habe heute "wichtige Stellungen" der PKK attackiert, teilte der türkische Generalstab auf der Armee-Website mit. Anschließend habe die Artillerie Stellungen der PKK im Nordirak "bombardiert". Der Einsatz werde trotz des winterlichen Wetters fortgesetzt. Bei den Angriffen der türkischen Armee auf die kurdischen Rebellen in den vergangenen Woche seien "hunderte Terroristen" getötet worden, erklärte die Armee weiter. Informationen über die Zahl der getöteten PKK-Kämpfer lägen aber noch nicht vor. Die türkische Armee werde in der kommenden Woche Bilder veröffentlichen.

Ein Sprecher der kurdischen Peschmerga-Kämpfer bestätigte den Luftangriff. Dschabbar Jawar sagte der Nachrichtenagentur
AFP, die türkische Luftwaffe sei am Nachmittag in den
Luftraum über der irakischen Region El Amadijah eingedrungen und habe später kurdische Dörfer bombardiert. "Wir
kennen das Ausmaß der Schäden nicht. Aber diese Gegenden sind weitgehend menschenleer und befinden sich entlang der Grenze zur Türkei."

Der Konflikt zwischen der PKK und der türkischen Armee
war eskaliert, nachdem die PKK auf türkischer Seite der Grenze
mehrfach Soldaten getötet hatte. Regierung und Parlament der Türkei haben der Armee daraufhin grenzüberschreitende Einsätze erlaubt, die inzwischen von den USA mit Informationen der Geheimdienste unterstützt werden. Die Türkei hat auch Bodentruppen mehrere Kilometer tief in den Nordirak eindringen lassen.

kai/AFP/dpa



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