Nordirland Fußball-Randale in der Verlängerung

Das schottische Fußball-Pokalfinale zwischen Celtic Glasgow und den Glasgow Rangers war der Anlass: In Belfast kam es auch am Sonntagabend wieder zu heftigen Krawallen zwischen Katholiken und Protestanten.


Mit Tränengas und Gummigeschossen gingen die Einsatzkräfte gegen die Randalierer vor
AP

Mit Tränengas und Gummigeschossen gingen die Einsatzkräfte gegen die Randalierer vor

Belfast - Bei den brutalen Auseinandersetzungen wurden nach Angaben der britischen Inlandsnachrichtenagentur PA drei Polizisten verletzt. Zwei Armeefahrzeuge seien durch Rohrbomben beschädigt worden. Ein Polizeisprecher sagte, die Ordnung sei wieder hergestellt.

Katholiken und Protestanten gaben sich gegenseitig die Schuld am Ausbruch der Krawalle in der nordirischen Hauptstadt. Ein Sprecher der IRA-nahen Partei Sinn Fein sagte, zunächst sei eine Bombe in den Hof eines Hauses geworfen worden, und als die Betroffenen nachsehen wollten, was geschehen war, hätten Protestanten die Auseinandersetzung begonnen. Ein Sprecher der Protestanten behauptete dagegen, die Krawalle seien die Folge der Ereignisse in der Nacht zum Sonntag gewesen, als zwei Protestanten durch Schüsse verletzt worden waren.

In der Nacht zum Sonntag war es in Belfast zu schweren Schlägereien gekommen, nachdem Fans der schottischen Fußballclubs Celtic Glasgow und Glasgow Rangers nach dem Pokalfinale zwischen beiden Teams (2:3) aufeinander losgegangen waren. Dabei waren insgesamt 28 Polizisten und 10 Zivilisten verletzt worden. Jede der beiden Mannschaften hat Anhänger in Nordirland - die Protestanten sind Fans der Rangers, Katholiken unterstützen Celtic.



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