Uno-Atomenergiebehörde Sorgen wegen Fortschritten bei Nordkoreas Atomprogramm

Nordkorea behauptet regelmäßig, dass das Atomprogramm des Landes Fortschritte mache. Die Internationale Atomenergiebehörde hat Indizien, dass die Angaben Pjöngjangs stimmen.
Raketentest in Nordkorea (Archivbild)

Raketentest in Nordkorea (Archivbild)

Foto: AFP/ KCNA VIA KNS

Nordkorea treibt sein Atomprogramm voran, offenbar so erfolgreich, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Entwicklung mit großer Sorge verfolgt. "Wir haben Anhaltspunkte, dass das Nuklearprogramm so vorangeht, wie Nordkorea es verkündet", sagte IAEA-Chef Yukiya Amano der "Süddeutschen Zeitung". Die IAEA stützt sich dabei auf Satellitenbilder. Experten der Uno-Behörde mit Sitz in Wien dürfen seit 2009 nicht mehr in das abgeschottete Land einreisen.

Laut Amano zeigen "alle Indizien, dass Nordkorea Fortschritte macht. Und das bereitet uns Sorgen." Die daraus resultierenden Sicherheitsbedenken gingen über die Region hinaus. Nordkorea hat nach eigenen Angaben seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Das kommunistische Land nimmt zudem immer wieder Raketentests vor und verstößt damit gegen Uno-Resolutionen.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm hatte sich zuletzt zugespitzt. US-Präsident Donald Trump erhöhte seit seinem Amtsantritt im Januar den Druck auf Pjöngjang und schloss dabei auch ein militärisches Vorgehen nicht aus. Auch Nordkorea hatte immer wieder mit Angriffen gedroht und die Rhetorik verschärft.

Zuletzt hatte Trump aber mehrfach betont, dass er eine diplomatische Lösung anstrebe - dabei setzt er vor allem auf die Unterstützung Chinas, des letzten Verbündeten Nordkoreas. Am Montag hatte der US-Präsident zudem gesagt, dass er bereit sei, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu treffen.

max/dpa/AFP
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