Nordkorea Business-Park Kaesong soll kommende Woche wieder öffnen

Fünf Monate war das Industriegebiet Kaesong geschlossen - während die koreanische Halbinsel kurz vor einem Krieg stand. Doch in der kommenden Woche soll die Produktion in dem Areal bei Pjöngjang wieder anlaufen. Der Norden ist auf die Devisen aus dem Komplex dringend angewiesen.

Arbeiter auf dem Weg nach Kaesong: Öffnung am kommenden Montag
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Arbeiter auf dem Weg nach Kaesong: Öffnung am kommenden Montag


Seoul/Pjöngyang - Schon bald sollen die Maschinen wieder laufen und billige Konsumgüter ausspucken. Süd- und Nordkorea haben sich nach nächtlichen Verhandlungen auf die Wiedereröffnung des seit fünf Monaten geschlossenen Industrieparks in Kaesong geeinigt.

Wie das Vereinigungsministerium in Seoul nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch mitteilte, können südkoreanische Unternehmen am kommenden Montag wieder den Betrieb aufnehmen.

Pjöngjang hatte im April angesichts zunehmender Spannungen zwischen beiden Ländern alle 53.000 Nordkoreaner aus dem Komplex abgezogen, die dort in mehr als 120 südkoreanischen Fabriken gearbeitet hatten. Vor allem Billigprodukte werden in dem Areal hergestellt, darunter viel Kleidung. Beide Seiten hatten sich im Juli prinzipiell auf eine Wiedereröffnung geeinigt - nun soll diese vollzogen werden.

Für das arme Nordkorea dürften dabei außer den politischen auch finanzielle Erwägungen eine wichtige Rolle gespielt haben. Dem Land gilt Kaesong als wichtiger Devisenlieferant: Etwa 90 Millionen Dollar soll die Sonderwirtschaftszone dem kommunistischen Staat jährlich einbringen. Für das international weitgehend isolierte Nordkorea sind diese Einnahmen von großer Bedeutung.

jok/dpa



insgesamt 11 Beiträge
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wanniii 11.09.2013
1. Warum sollen die Südkoreaner wieder hingehen?
Ich würde mein Geld nicht in ein Land investieren, in dem absolute Willkür herrscht. Vielleicht sollten die Südkoreaner von West-Deutschland lernen und den nördlichen Bruder einfach Bankrott gehen lassen!
KurtFolkert 11.09.2013
2.
Warum vor dem Krieg stand? Die Koreaner sind ziemlich cool mit dem Fall umgegangen. Von Krieg wurde nur im hysterischen Westen phantasiert.
Beobachter123 11.09.2013
3. Wohltäter?
Der Süden macht mit diesem Industriepark auch ganz nett Gewinn. Schließlich gibt es viele preiswerte Arbeitskräfte, keine Gewerkschaft/ Betriebsrat, keinen Kündigungsschutz, Rentenkosten und vor allem keine Beschwerden. Mit reiner Nächstenliebe für den Norden hat das also nichts zu tun.
Airkraft 11.09.2013
4. Völlig falsch!
Zitat von wanniiiIch würde mein Geld nicht in ein Land investieren, in dem absolute Willkür herrscht. Vielleicht sollten die Südkoreaner von West-Deutschland lernen und den nördlichen Bruder einfach Bankrott gehen lassen!
Auch die BRD hatte ihr "Kaesong" in der DDR und West-Firmen ließen dort fertigen.
ihawk 11.09.2013
5. Ist der Business Park fit fürs Geschäft.
Jetzt ist der Business Park wahrscheinlich komplett verwanzt und wir dürfen unsere Patente gleich an der Haustür abgeben.
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