Nordkorea Experten warnen vor Hungerkatastrophe

Nach dem Atomtest Nordkoreas drohen dem Land eine neue Hungersnot und eine Flüchtlingskatastrophe. Ursachen seien die scharfen Kontrollen von Landwirtschaft und Handel sowie die Ablehnung von Hilfe aus dem Ausland.


Seoul - Angesichts einer Verschärfung der Lebensmittelknappheit könnten sich nach Einschätzung der International Crisis Group (ICG) viele Nordkoreaner zu einer Flucht in andere Städte oder nach China entschließen. Die massiven Kontrollen von Landwirtschaft und Handel sowie die Ablehnung von Hilfe aus dem Ausland könnten ideale Bedingungen für eine Rückkehr des Hungers in dem abgeschotteten stalinistischen Land schaffen.

China solle deshalb aufhören, die Flüchtlinge zur Rückkehr zur zwingen. Außerdem solle es ihnen Eheschließungen in China und Besuche bei Verwandten erleichtern. Ausländische Regierungen könnten und müssten mehr tun, "um die Situation der Flüchtlinge und Asylbewerber zu verbessern, bevor sie zu einer Katastrophe führt", heißt es in dem ICG-Bericht.

als/Reuters



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