Nordkorea Für Pjöngjang sind Gespräche über Atomprogramm "Tagträume"

Donald Trump ist gerade zu seiner Asienreise aufgebrochen, da verschärft Pjöngjang den Ton gegenüber den USA: Gespräche mit Washington über Atomwaffen seien ausgeschlossen, heißt es aus Nordkorea.
Kim-Il-Sung-Platz in Pjöngjang

Kim-Il-Sung-Platz in Pjöngjang

Foto: Wong Maye-E/ dpa

Elf Tage, fünf Staaten: Donald Trump ist zu seiner ersten Asienreise aufgebrochen. Auf der Agenda des US-Präsidenten steht dabei auch der Atomkonflikt mit Nordkorea. Pjöngjang schob der Idee über Verhandlungen mit den USA direkt einen Riegel vor. Die USA müssten von der "absurden" Vorstellung abgebracht werden, dass Pjöngjang den internationalen Strafmaßnahmen nachgeben und seine Atomwaffen aufgeben werde, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur KCNA in einem Kommentar.

Pjöngjang sei "in der finalen Phase, um die atomare Abschreckung fertigzustellen". Washington solle mit seinen "Tagträumen" von Gesprächen darüber, Nordkorea atomwaffenfrei zu machen, aufhören. Das Atomprogramm werde solange weitergeführt, bis die "feindselige US-Politik" gegenüber Nordkorea endgültig aufhöre.

Am Freitag war Trump zu seiner fast zweiwöchigen Asienreise aufgebrochen, in deren Mittelpunkt der Atomkonflikt stehen dürfte. Am Dienstag will Trump nach Südkorea reisen, wo eine Rede vor der Nationalversammlung und ein Treffen mit Präsident Moon Jae In geplant sind. Trump selbst hatte in der Vergangenheit Gespräche mit Pjöngjang selbst als "Zeitverschwendung" abgetan.

Seoul: Proteste gegen Besuch

In Seoul ist die Sorge groß, dass der US-Präsident den Konflikt bei dem Besuch mit seiner für gewöhnlich scharfen Rhetorik weiter anheizt. Etwa 500 Menschen demonstrierten in Seoul am Samstag gegen Trump, aber auch rund hundert Unterstützer gingen auf die Straße.

Die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang hatten sich in den vergangenen Monaten massiv verschärft, Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un lieferten sich immer wieder aggressive Wortgefechte.

Nordkorea hatte Anfang September seinen sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest vorgenommen. Zudem hat Pjöngjang mehrfach Mittelstreckenraketen getestet. Die internationale Gemeinschaft hat bereits eine Reihe von harten Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt.

mho/Reuters
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