Streit um Einreise Nordkorea hält Besatzung von russischem Fischerboot fest

Eine 17-köpfige Crew eines russischen Fischerbootes kann russischen Angaben zufolge ein nordkoreanisches Hotel derzeit nicht verlassen. Ihr wird vorgeworfen, sich nicht an Einreisebestimmungen gehalten zu haben.


Die Besatzung eines russischen Fischerbootes - 15 russische Staatsbürger und zwei Südkoreaner - müssen in einem Hotel im nordkoreanischen Wonsan ausharren. Nordkoreanische Behörden halten sie dort fest, teilte die russische Botschaft in Pjöngjang am Mittwoch mit.

Demnach wird der Crew vorgeworfen, gegen Einreisebestimmungen verstoßen zu haben. Grenzschützer hatten sie bereits am 17. Juli festgenommen.

Am Montag sei es Botschaftsmitarbeitern erlaubt worden, die Schiffsbesatzung in Wonsan zu besuchen. Demnach sind alle Festgehaltenen gesund. Die russische Botschaft ist nach eigenen Angaben in "ständigem Kontakt" mit der nordkoreanischen Regierung und ist bereit, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation zu lösen.

Russland hat als wichtiger Handelspartner ein vergleichsweise enges Verhältnis zu dem international isolierten Land, das von Machthaber Kim Jong Un regiert wird. Erst vor wenigen Monaten hatten sich Kim und der russische Präsident Wladimir Putin getroffen. Konkrete Ergebnisse verkündeten sie im Anschluss allerdings nicht.

vks/Reuters



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