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Nordkoreas Diktator: Kim, der Wetterfrosch

Foto: KNS/ AFP

Nordkorea Kim meckert über falsche Wettervorhersagen

Nordkorea leidet unter großer Trockenheit. Jetzt hat Diktator Kim Jong Un den Schuldigen ausgemacht: den staatlichen Wetterdienst.

Pjöngjang - Wenn Diktator Kim Jong Un seinen Besuch in Fabriken und Behörden ankündigt, zittern die Nordkoreaner. Denn der Staatschef schaut sich nicht nur gerne allerhand Dinge an  - er weiß auch immer alles besser. Die Standpauken des Machthabers sind gefürchtet.

In dieser Woche mussten die staatlichen Meteorologen Kims Tiraden über sich ergehen lassen. Der Despot ließ kein gutes Haar an der Arbeit der Wetterexperten. "Er sagte, dass es viele unkorrekte Vorhersagen gibt, weil die meteorologischen Beobachtungen nicht auf einer modernen und wissenschaftlichen Basis beruhen", berichtete die staatliche Zeitung "Rodong Sinmun"  über Kims Besuch beim nationalen Wetterdienst.

Die Arbeit der Meteorologen müsse sich schnellstens verbessern und die Vorhersagen sollten genauer werden, forderte der Staatschef. Nur so könne das Leben der Nordkoreaner verbessert werden. Auf den Fotos, die Pjöngjangs Staatsmedien von der Visite verbreiten, wirken die gescholtenen Meteorologen wenig begeistert über die Hinweise des Diktators.

Nordkorea hat das trockenste Frühjahr seit drei Jahrzehnten hinter sich. Die Ernte in diesem Jahr droht noch schlechter auszufallen als in den vergangenen Jahren. Für die Menschen in dem bettelarmen Land drohen schlimme Folgen. Schon jetzt sind viele Nordkoreaner unterernährt. Angeblich hat die Regierung bereits die Nahrungsmittelrationen für ihre Untertanen gekürzt. Auf der Suche nach Sündenböcken für diese Situation ist Kim nun offenbar bei den Meteorologen fündig geworden.

syd
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