Nordkorea Kim Jong Un schwört seine Armee auf "Krieg" ein

Sie sollen hart trainieren, um das "Sternenbanner in Stücke zu reißen": Nordkoreas Machthaber hat seine Soldaten angewiesen, sich auf einen Krieg vorzubereiten. Anlass war das alljährliche Militärmanöver von Südkorea und den USA.

REUTERS/ KCNA

Hamburg - Nordkoreas Machthaber hat die Armee seines Landes dazu aufgefordert, sich für einen "Krieg" mit den USA und deren Verbündeten zu rüsten. Alle Einheiten der Volksarmee müssten sich "politisch und ideologisch, militärtechnisch und materiell" vollständig auf einen Konflikt vorbereiten, zitierte ihn die amtliche Nachrichtenagentur KCNA Kim Jong Un am Samstag.

Das Militär müsse hart trainieren, um das "Sternenbanner in Stücke zu reißen", fügte er demnach unter Hinweis auf die Fahne der USA hinzu.

Mit seinen gereizten Aussagen reagiert Pjöngjang auf das alljährliche große Militärmanöver Südkoreas und der USA. Kurz vor Beginn des Manövers am Montag hatten beide Länder am Freitag eine gemeinsame Übung auf See gestartet. Daran nahmen neben zehn Kriegsschiffen auch Aufklärungsflugzeuge und Hubschrauber teil, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilte.

Beim anschließenden Großmanöver soll am Montag eine zweiwöchige Übung starten, die sich vor allem auf Computersimulationen stützt. Außerdem sind drei Wochen für Manöver zu Land, zu Wasser und in der Luft vorgesehen. Insgesamt werden 200.000 südkoreanische und 3700 US-Soldaten beteiligt sein.

Die gemeinsamen Manöver der südkoreanischen und der US-Streitkräfte sind jedes Jahr Anlass für Spannungen, die Regierung in Pjöngjang betrachtet sie als Provokation. Im vergangenen Jahr hatten die Reaktionen einen Höhepunkt erreicht, als Nordkorea angesichts der Manöver mit einem Atomangriff drohte und atomwaffenfähige US-Tarnkappenbomber über die koreanische Halbinsel flogen.

Eine aktuelle Studie warnt davor, dass Nordkorea sein Atomwaffenprogramm massiv ausweiten könnte.

irb/AFP



insgesamt 36 Beiträge
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Hermes75 28.02.2015
1. Nordkoreanischer Kalender
Gemäß dem nordkoreanischen Politikkalender ist im Frühjahr die Zeit des militärischen Säbelrasselns. Nichts neues also...
no putin versteher 28.02.2015
2. mal was neues
Offiziell befindet sich ja Nordkorea auch im Krieg mit Südkorea
gefaehrlicheshalbwissen 28.02.2015
3. was ist es denn sonst?
zitat: "die Regierung in Pjöngjang betrachtet sie als Provokation." wenn 200.000 Soldaten vor deiner Haustuer Krieg spielen? Diese Provokation soll Nordkorea doch zu einer dummen Aktion verleiten, damit es endlich mit "Mandat" aus der Agenda gestrichen werden kann.
tangentiale 28.02.2015
4. Was sollen diese immer wiederkehrenden Artikel...
.....uns eigentlich sagen?Kim Jong Un hier,Kim Jong Un da.Das ist doch mehr als lächerlich.Will der Ami seine weltweite Militärpräsenz irgendwie rechtfertigen?Der sollte sein Geld lieber im eigenen Land investieren und der steigenden Armut in den USA begegnen.Kriege,wo auch immer,braucht die Welt nicht.
laurent1307 28.02.2015
5.
Mit Kim Jong Un an der Spitze seiner Elitearmee wird den USA nichts anderes übrig bleiben als zu kapitulieren!
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