Nordkorea Kims Sohn soll Ziel von Attentaten gewesen sein

Der älteste Sohn des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il ist nach südkoreanischen Medienberichten im vergangenen Jahr zwei Attentaten entgangen. Die Anschläge auf Kim Jong Nam hätten demnach in Österreich und China stattfinden sollen.


Soll das Ziel von Attentatsversuchen gewesen sein: Diktatoren-Sohn Kim Jong Nam
REUTERS

Soll das Ziel von Attentatsversuchen gewesen sein: Diktatoren-Sohn Kim Jong Nam

Seoul - Die Nachrichtenagentur Jonhab berichtete am Montag unter Berufung auf einen namentlich nicht genanntensüdkoreanischen Geheimdienstler von den geplanten Attentaten. Es seien jedoch kaum Einzelheiten bekannt. Im Dezember hatte Jonhap gemeldet, in Österreich seiein Anschlag von Nordkoreanern geplant worden, die einender anderen Söhne Kims als Nachfolger einsetzen wollten. UnterBerufung auf südkoreanische Geheimdienstkreise hieß es nun, inbeiden Fällen könnten Unterstützer von Ko Jong Hi verantwortlichsein, der inzwischen verstorbenen, angeblich offiziellen FrauKims.Ein Sprecher des südkoreanischen Geheimdienstes nahm zu derMeldung nicht Stellung. Das österreichische Innenministeriumbestätigte einen zweitägigen Besuch von Kims ältestem Sohn.Während dieser Zeit habe es aber keine bekannten Zwischenfälle gegeben.Der 34-jährige Kim Jong Nam galt lange Zeit alsfavorisierter Nachfolger seines Vaters. Wegen seinesausschweifenden Lebensstils soll er jedoch in Ungnade gefallensein. Beobachter des abgeschotteten kommunistischen Staatesvermuten, dass Kim Jong Il jetzt seinen jüngeren Sohn Kim JongChul vorzieht. Der Staatschef soll mindestens drei Ehefrauenhaben.



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