Nach Iran-Deal Nordkorea lehnt Atomverhandlungen ab

Wird es nach dem Atomabkommen mit Iran auch Gespräche mit Nordkorea geben? Die kommunistische Führung des Landes erteilt solchen Hoffnungen eine Absage. Man sei schließlich bedroht.
Nordkoreanische Raketen: "Entscheidendes Abschreckungsmittel"

Nordkoreanische Raketen: "Entscheidendes Abschreckungsmittel"

Foto: Kcna/ dpa

Das Regime in Nordkorea ist nicht an Atomverhandlungen mit den USA im Stil der Iran-Gespräche interessiert. Das nordkoreanische Atomprogramm sei ein "entscheidendes Abschreckungsmittel", erklärte das Außenministerium in Pjöngjang. Es sei nicht logisch, die Situation Nordkoreas mit der Irans zu vergleichen.

"Wir sind stets einer provozierenden Feindschaft des US-Militärs ausgesetzt", hieß es in der in staatlichen Medien verbreiteten Stellungnahme. Dazu gehörten massive "Militärmanöver und eine schwere atomare Bedrohung." Weiter teilte die Führung mit: "Wir haben keinerlei Interesse an einem Dialog über ein einseitiges Einfrieren oder eine Aufgabe unserer Atomwaffen."

Nach den erfolgreichen Verhandlungen mit Iran hat Südkorea das kommunistische Nachbarland aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen. Die Vereinten Nationen (Uno), die Europäische Union und die USA hatten wegen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm Sanktionen gegen das international fast völlig isolierte Land verhängt.

Dagegen haben die Uno nach der historischen Atomeinigung mit Iran den Weg frei gemacht, die Sanktionen aufzuheben, wenn die Islamische Republik ihre Auflagen erfüllt. Mit dem vergangene Woche erzielten Abkommen soll über einen längeren Zeitraum verhindert werden, dass der Iran Nuklearwaffen bauen kann.

kev/Reuters