Rassismus USA verurteilen Nordkoreas Hasstirade gegen Obama

Nordkoreas Staatsmedien hetzen gegen Barack Obama: Der US-Präsident sei ein Affe, der "nicht einmal die Grundzüge eines menschlichen Wesens" trage, schrieb die Nachrichtenagentur KCNA. Jetzt hat das Weiße Haus reagiert.

Diktator Kim Jong Un: Einer seiner besten Freunde ist schwarz
AFP

Diktator Kim Jong Un: Einer seiner besten Freunde ist schwarz


Washington/Pjöngjang - Die Hasstirade aus Pjöngjang hatte es in sich: Barack Obama sei "ein Clown", "ein schmutziger Kerl", jemand, der "nicht einmal die Grundzüge eines menschlichen Wesens trägt".

Diese rassistische Hetzrede gegen den US-Präsidenten veröffentlichte Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA in der vergangenen Woche. Die Überschrift des Artikel lautete: "Göttliche Strafe für den jugendlichen Delinquenten Obama".

Darin hieß es unter anderem auch: "Es wäre perfekt für Obama, mit einer Gruppe Affen im weltgrößten afrikanischen Zoo zu leben und die Brotkrumen abzulecken, die ihm von Besuchern zugeworfen werden." Der Artikel bezeichnete Obama weiter als "Mischling mit unklarem Blut". Der US-Präsident "hat die Figur eines Affen, obwohl sich die menschliche Rasse über Millionen Jahre weiterentwickelt hat".

Nordkorea propagiert Überlegenheit der eigenen Rasse

Die Äußerungen in dem Artikel werden nordkoreanischen Bürgern zugeschrieben. Die Zensur lässt jedoch nur Äußerungen zu, die den Standpunkt der Staatsführung wiedergeben.

Schmähungen des Kim-Regimes in Richtung USA und Südkorea sind an der Tagesordnung. Pjöngjangs staatliche Medien beschimpfen die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye regelmäßig als Prostituierte.

Doch nach der jüngsten Tirade sah sich das Weiße Haus nun erstmals zu einer Entgegnung gezwungen. "Diese Kommentare sind besonders hässlich und respektlos", sagte Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats in Washington.

Rassismus ist ein wichtiger Bestandteil der nordkoreanischen Staatsdoktrin. Das Regime propagiert die Reinheit des koreanischen Blutes und die Überlegenheit der eigenen Rasse, die um jeden Preis erhalten bleiben müsse.

Unklar ist, wie Diktator Kim Jong Un diesen staatlich propagierten Hass mit seiner Freundschaft zu Dennis Rodman in Einklang bringen kann. Der dunkelhäutige Ex-NBA-Star war in den vergangenen Monaten mehrfach in Nordkorea zu Gast.

syd

insgesamt 76 Beiträge
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thomas.b 09.05.2014
1.
Ich verstehe nicht, dass man diesem Regime irgendeine Beachtung schenkt - außer der Beobachtung seiner Nuklearaktivitäten natürlich.
hubertrudnick1 09.05.2014
2. Geistlos
Zitat von sysopAFPNordkoreas Staatsmedien hetzen gegen Barack Obama: Der US-Präsident sei ein Affe, der "nicht einmal die Grundzüge eines menschlichen Wesens", schrieb die Nachrichtenagentur KCNA. Jetzt hat das Weiße Haus reagiert. http://www.spiegel.de/politik/ausland/nordkorea-nennt-obama-einen-affen-und-die-usa-reagieren-a-968420.html
Die ganze Sache ist doch nur geistlos, imgrunde kann man diese nordkoreanische Führung nicht ernst nehmen. Sie stellen sich doch mit all dem was sie anpacken außerhalb der menschenlichen Gesellschaft, sie halten ihre eigenen Bürger in Gefangenschaft, behandeln sie viel schlimmer als man es selbst mit Sklaven getan hatte und darum kann man solche Leute nur mit Verachtung bestrafen. Zu bedauern sind nur die Nordkoreaner selbst, denn die müssen all die menschenverachtenden Dinge hinnehmen und darunter leiden. Ich kann auch die Chinesen nicht verstehen, warum halten sie noch immer ihre schützende Hand über diese Komiker halten, obwohl ja China imgrunde auch nur darauf aus ist sein sogenanntes kommunistisches Regiem zu erhalten.
jjgiphone 09.05.2014
3. Kim jung un der rote Faschist.
Das nennt man Faschismus, oder auch Nationalsozialismus.
grayhound 09.05.2014
4. Soziale Überlegenheit
Na, der "Affe" Obama lebt immerhin in einer echten Familie mit echter Frau und echten Kindern. Da ist er ja der Hanswurst aus Nordkorea schon mal um Lichtjahre voraus. Wenn sich hier wer zum Affen macht, dann ja wohl eher unsere "Freunde" in Nordkorea. Wobei das ja trotz allem auch nur arme Schweine sind. Ich hege Mitgefühl. Irgendwann platzt die Blase und dann wird es richtig weh tun. Leider.
taglöhner 09.05.2014
5. Westliche Werte
Warum nur gibt es keine gemeinsame Initiative der Großmächte, diesem Kasper seine A-Bombe wegzunehmen. Die größte Gefahr autokratischer Regime besteht im Durchdrehen der Führung inkl. religiösem oder nationalistischem Wahn.
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