Umsturz-Vorwürfe Nordkorea nimmt weiteren US-Bürger fest

Ein ehemaliger Professor und US-Amerikaner ist in Nordkorea festgenommen worden. Das Regime wirft ihm "kriminelle feindselige Handlungen zum Umsturz" vor. Es ist nicht der erste Fall dieser Art.
Szene in Pjöngjang

Szene in Pjöngjang

Foto: ED JONES/ AFP

Das nordkoreanische Regime hat einen weiteren US-Bürger festnehmen lassen. Kim Sang Duk, auch Tony Kim genannt, wurde bereits am 22. April vor seiner Ausreise am Flughafen von Pjöngjang verhaftet, berichtet nun die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Der Dozent hatte mehrere Wochen lang an einer Eliteuniversität der nordkoreanischen Hauptstadt gelehrt. Ihm werden laut KCNA "kriminelle feindselige Handlungen zum Umsturz" zur Last gelegt. Sein Fall werde von den zuständigen Behörden untersucht.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, es handle sich bei dem Festgenommenen um einen ehemaligen Professor der chinesischen Yanbian-Universität für Wissenschaft und Technologie. In Nordkorea habe Kim an der Pjöngjang Universität für Wissenschaft und Technologie gelehrt.

Die Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang sind derzeit wegen des Streits um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm angespannt - die Festnahme könnte die Situation zusätzlich verschärfen.

Zudem hält die Regierung von Diktator Kim Jong Un derzeit noch zwei andere US-Bürger fest: Ein Pastor wurde wegen Spionage zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Der US-Student Otto Warmbier muss wegen Diebstahls von Propagandamaterial und "Verbrechen gegen den Staat" eine 15-jährige Haftstrafe absitzen.

vks/AFP

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