Militärbericht Nordkorea soll Geschosse ins Meer gefeuert haben

Erst vor wenigen Tagen soll Nordkorea Raketen getestet haben, nun sind offenbar erneut Geschosse ins Meer geflogen. Südkoreas Militär beobachtet seinen Nachbarn.

In Südkorea protestieren Menschen gegen die Raketentests im Nachbarland
AP

In Südkorea protestieren Menschen gegen die Raketentests im Nachbarland


Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas erneut Geschosse in das Japanische Meer abgefeuert. Bislang seien diese nicht genauer identifiziert, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Militär. Die Geschosse seien von der Ostküste am frühen Morgen gestartet worden. Das Militär beobachte die Lage. Weitere Angaben gab es zunächst nicht.

Yonhap berichtete unter Berufung auf die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA weiter, Pjöngjang protestiere gegen die gemeinsamen Manöver Südkoreas und der USA.

Das nordkoreanische Militär hatte am Donnerstag nach südkoreanischen Angaben bereits zwei Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert und diese als Reaktion auf Militärübungen Südkoreas gerechtfertigt. Beide Raketen stürzten den Angaben zufolge ins Japanische Meer.

Uno-Resolutionen verbieten Nordkorea - das mehrfach Atombomben getestet hat - die Starts von ballistischen Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in aller Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump hatten Ende Juni bei einem Treffen im Grenzort Panmunjom auf der koreanischen Halbinsel Arbeitsgespräche zur atomaren Abrüstung in der Region vereinbart. Nach ihrem gescheiterten Gipfeltreffen im Februar in Vietnam weckte das Treffen neue Hoffnung auf Fortschritte in den festgefahrenen Verhandlungen über das Atomprogramm Nordkoreas.

ptz/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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frankfurtbeat 06.08.2019
1. nun ...
nun solange Südkorea zusammen mit den USA immer wieder auf´s Neue Mannöver vor der Haustüre Kim´s abhalten ... provozieren sie damit weitere Aktionen Nordkorea´s - Aktion bedingt Reaktion. Auch wenn Trump herum posaunt das Kim ein Freund sei ... billiges blablabla ... Kim ist sicherlich intelligenter (viel braucht´s nicht dazu) und wird sich, wie der Rest der Welt seinen Teil denken.
AndreasKurtz 06.08.2019
2. So what?
Skandal? Nee, der Skandal ist, dass die USA aus allen Abrüstungsverträgen aussteigen, neue Atomwaffen entwickeln und gleichzeitig ihre Militärdoktrin verändern um letztere leichter einsetzen zu dürfen. Dass die NATO und damit Deutschland das gut finden und dass es weltweit keine ensten Abrüstungsbemühungen gibt, dass Israel heimlich-offen Nukearwaffen besitzt und Raketen entwickelt ist genauso ein Skandal. Was Nordkorea in diesem Kontext macht ist stinknormal. Aber eben dass es so normal ist, ist das wirkliche Problem. Und zwar ein mindestens so großes wie der Klimawandel.
eichenbohle 06.08.2019
3. Fuchs zum Igel
Der Fuchs sprach zum Igel: "Lege dein Stachelfell ab, sonst wird es keinen Frieden geben!" Was mit Igeln passiert, die nicht wehrhaft sind, hat man ja bei Panama, Grenada, Afghanistan, Irak und Libyen gesehen. US Truppen drangen auch erst in Syrien ein, nach dem es seine Chemiewaffen vernichtet hatte. Trump hatte den Atomvertrag mit dem lran gekündigt und kurz danach einen "deal" angeboten. Ein neuer Atomvertrag, der den Abbau der iranischen Raketensysteme beinhalten sollte. Aber der "Igel" sagte nööö. Dann wurden die Krallen ausgefahren um den Igel zur Aufgabe zu zwingen. Aber der wehrt sich noch, genau wie N-Korea.
Zuspitze 06.08.2019
4. Es handelt sich doch lediglich um Scheinkonflikte
Trump kündigt den Atomwaffenvertrag in Abstimmung mit Putin lediglich deshalb auf, damit sie China in die macht- und militärpolitische Zange nehmen können. Zudem sorgen neue Waffensysteme - wenn auch auf Pump beschafft - für neue Arbeitsplätze in den USA. Und Trumps bester Freund Kim macht seine Tests ja ganz offensichtlich auch in Abstimmung mit seinem Busenfreund. Ob es bei Trump dafür ein Konzept gibt? Das weiß nur Trump. Eher nicht. Aber er kann sich innenpolitisch bei seinen Anhängern feiern lassen. Die Interessiert eh keine Wirklichkeit.
drent 06.08.2019
5. Geschoße ins Meer
Verstößt doch gegen alle Naturschutzgebote. Leidtragende sind die Fische etc.
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