Atomkonflikt Spanien weist nordkoreanischen Botschafter aus

Im Atomkonflikt mit Nordkorea setzt Spanien ein Zeichen: Das Außenministerium teilte mit, dass der Botschafter des kommunistischen Regimes das Land bis Ende September verlassen soll.

Spanischer Außenminister Alfonso Dastis
AFP

Spanischer Außenminister Alfonso Dastis


Spanien weist den nordkoreanischen Botschafter aus. Wegen der wiederholten Weigerung des asiatischen Landes, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, müsse der Diplomat Spanien bis Ende des Monats verlassen, erklärte das spanische Außenministerium. Der Botschafter sei einbestellt und zur persona non grata, zur unerwünschten Person, erklärt worden.

Nach dem sechsten und bislang stärksten Atomtest in diesem Monat hatte der Uno-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen die Regierung in Pjöngjang noch einmal verschärft. Die USA appellierten an andere Länder, ihre diplomatischen und finanziellen Beziehungen zu Nordkorea zu kappen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sprach sich dagegen für direkte Gespräche mit Nordkorea aus.

bam/Reuters



insgesamt 21 Beiträge
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DerNachfrager 18.09.2017
1. Spanien, soso...das ist ja ungefähr so als würde Luxemburg...
...die Beziehungen zu Guatemala abbrechen !
Kamillo 18.09.2017
2.
Nordkorea nutzt seine Botschaften zum Geld verdienen, Autohandel, in Berlin als Hotel, anderswo Drogen, usw. Eine wirkliche diplomatische Funktion dürfte die NK-Botschaft in Spanien nicht haben, in vielen anderen Ländern auch nicht, da weder direkte Handelsbeziehungen noch sonstige Wirtschaftsbeziehungen vorhanden sind, Tourismus hat in beide Richtungen auch eher keine Relevanz. Dem Beispiel Spaniens sollten noch viel mehr Länder folgen, die mit NK nur peripher zu tun haben, in einigen besonders wichtigen Ländern, über die man auf die NK-Politik vielleicht noch Einfluss nehmen, sollte man den Kontakt partiell aufrecht erhalten. Alle anderen NK-Botschaften gehören geschlossen, auch um den Geldhahn für NK weiter zuzudrehen.
andros0813 18.09.2017
3.
ja ist klar...d-land will sich die option der 'big deals' doch nicht versauen... wie wärs mit zentrifugen oder waffen? unsere politiker sind marionetten der industrie.
georg_k 18.09.2017
4. keine gute Idee
Das ist Symbolpolitik in Reinform. Nordkorea wird es wenig beeindrucken und dient möglicherweise eher der Innenpolitik: "Wir zeigen, dass wir handeln.". Vielleicht erhofft man sich so auch Vorteile gegenüber der USA. Diplomatie ist angesagt, wenn ein Krieg verhindert werden soll. Klar, Kim Jong Un ist ein Kotzbrocken. Aber Politik besteht nicht nur daraus mit seinen Freunden zu sprechen. Da Trump unfähig ist, muss die Diplomatie von anderen, insbesondere Europa, übernommen werden.
Stäffelesrutscher 18.09.2017
5.
Ein Zeichen. Soso. Von einer Regierung, die das Militär gegen eine aufmüpfige Provinz in Stellung bringt und unbotmäßigen Funktionären an den Kragen will. Das sind gerade die Richtigen. Und der US-Botschafter darf bleiben?
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