Grenzgefecht Nordkorea soll auf südkoreanische Lautsprecher geschossen haben

Neue Eskalation im Konflikt zwischen Nord- und Südkorea: Nach Angaben aus Seoul haben sich Soldaten beider Länder beschossen. Ein Angriff richtete sich offenbar gegen Lautsprecheranlagen an der Grenze.

Grenze zwischen Nord- und Südkorea: Spannungen verschärft
AFP

Grenze zwischen Nord- und Südkorea: Spannungen verschärft


An der Grenze zwischen Nord- und Südkorea hat es offenbar Gefechte gegeben. Wie das südkoreanische Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte, hat Nordkorea eine Rakete auf den Süden abgefeuert. Daraufhin feuerte die südkoreanische Artillerie demnach Dutzende Geschosse in Richtung Norden.

Zunächst hatte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärkreise berichtet, Nordkorea habe eine südkoreanische Armeeeinheit an der Grenze bombardiert.

Anfang August hatte eine Landminenexplosion die Spannungen zwischen den beiden Staaten wieder verschärft. Südkorea machte den Norden für den Vorfall verantwortlich, bei dem an der gemeinsamen Grenze zwei patrouillierende südkoreanische Soldaten schwer verletzt worden waren.

Medienberichten zufolge richteten sich die nordkoreanischen Angriffe gegen eine Lautsprecheranlage an der Grenze, über die Südkorea seit Kurzem sehr laute Propaganda-Durchsagen laufen lässt. Pjöngjang, das eine Verantwortung für die Landminenexplosion zurückweist, drohte mit Angriffen auf das südkoreanische Grenzgebiet, sollte die Propagandakampagne nicht beendet werden.

kev/AP/dpa/Reuters



insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
w.diverso 20.08.2015
1.
Wenn der ganze Konflikt nicht so traurig wäre und nicht so viele Menschen in Nordkorea darunter leiden würden, wären solche Meldungen mit dem Erschießen von Lautsprechern eigentlich lustig.
Worldwatch 20.08.2015
2. Rechtsfertigende Notwehrhandlung?
Gegen nicht anders abwendbare Koerperverletzungen und Noetigungen, aufgrund von Propaganda-Lautsprecherlaerm? Wer kennt es privat nicht, und wenn der Nachbar mit zu lautem Laerm die Nerven strapaziert. Gut, daheim kann man die Polizei rufen und darauf hoffen, dass diese die Noetigungen abstellte ... Aber wen sollten die NK'er anrufen? Die UNO?
hein.ch 20.08.2015
3. @1 andreika
das die sich wie kleine Kinder provozieren ist ja offensichtlich. Aber das Südkorea speziell damit gerechnet hat, glaube ich nicht. Die sind halt immer in Alarmbereitschaft und reagieren fix. Ist offiziell immer noch Krieg da.
rainer_daeschler 20.08.2015
4. Abwehrwaffe
Zitat von WorldwatchGegen nicht anders abwendbare Koerperverletzungen und Noetigungen, aufgrund von Propaganda-Lautsprecherlaerm? Wer kennt es privat nicht, und wenn der Nachbar mit zu lautem Laerm die Nerven strapaziert. Gut, daheim kann man die Polizei rufen und darauf hoffen, dass diese die Noetigungen abstellte ... Aber wen sollten die NK'er anrufen? Die UNO?
Sie hätten ja selber Lautsprecher aufstellen können und mit schmalziger nordkoreanischer Volksmusik zurückschlagen können.
adal_ 20.08.2015
5.
Zitat von WorldwatchGegen nicht anders abwendbare Koerperverletzungen und Noetigungen, aufgrund von Propaganda-Lautsprecherlaerm? Wer kennt es privat nicht, und wenn der Nachbar mit zu lautem Laerm die Nerven strapaziert. Gut, daheim kann man die Polizei rufen und darauf hoffen, dass diese die Noetigungen abstellte ... Aber wen sollten die NK'er anrufen? Die UNO?
Die Fragezeichen machen Ihren "rechtfertigenden Notstand"- Blödsinn nicht besser. Wer Lautsprecher erschießt, weil ihm die "Musik" nicht gefällt, fällt in die Kategorie gefährlicher Psychopath.
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