Raketentests Uno-Sicherheitsrat verhängt neue Sanktionen gegen Nordkorea

Die wiederholten Raketentests Nordkoreas haben Konsequenzen: Die Uno hat neue Zwangsmaßnahmen gegen das Land verhängt. Ein Drittel der Exporte könnten wegbrechen.
Nordkoreanischer Raketentest

Nordkoreanischer Raketentest

Foto: ·····/ dpa

Der Uno-Sicherheitsrat hat neue Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Das Gremium verabschiedete einstimmig eine Resolution, die dem isolierten Land unter anderem den Export von Kohle, Eisen und Blei untersagt. Verboten sind zudem neue Joint Ventures mit Nordkorea und Investitionen in bereits bestehende Projekte.

Neben drei weiteren Unternehmen wurde eine Bank auf eine schwarze Liste gesetzt, mit der Devisengeschäfte abwickelt werden. Auf dieser Liste stehen auch neun Personen, die mit einem Reiseverbot belegt wurden. Zudem sollen ihre internationalen Konten eingefroren werden. Die Maßnahmen könnten die nordkoreanischen Ausfuhren um ein Drittel einbrechen lassen, was etwa einem Wert von einer Milliarde Dollar entspräche.

Hintergrund der Sanktionen sind die jüngsten Tests von Interkontinentalraketen durch die Regierung in Pjöngjang. Die Ende Juli abgeschossene Rakete hätte nach Ansicht von Experten Städte wie Los Angeles erreichen können. Erst am Donnerstag hatte Air France die No-go-Zone um Nordkorea ausgeweitet, nachdem ein Passagierflugzeug ein Gebiet überflogen hatte, wo nur Minuten später eine Interkontinentalrakete Nordkoreas ins Meer stürzte.

Die nun beschlossene Uno-Resolution wurde von den USA ausgearbeitet. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haly, sagte vor dem Uno-Sicherheitsrat: "Die Nordkoreanische Bedrohung wächst rapide." Sie kündigte an, die USA würden umsichtige Abwehrmaßnahmen ergreifen, um sich und ihre Verbündeten zu schützen.

Hinweis: Nikki Haly ist US-Botschafterin, nicht US-Botschafter, wie wir zunächst schrieben.

koe/Reuters/AP