Reaktion auf Atomtest Uno verschärft Sanktionen gegen Nordkorea

Reiseverbote gegen Diplomaten, Sperrung von Konten: Die Vereinten Nationen haben die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea massiv ausgebaut. Der Sicherheitsrat reagiert damit auf den erneuten Atomtest. Selbst China, engster Verbündeter Nordkoreas, zieht mit.

Kim Jong Un mit Sicherheitskräften: Warnung nach Pjöngjang
AFP/ KCNA/ KNS

Kim Jong Un mit Sicherheitskräften: Warnung nach Pjöngjang


New York/Pjöngjang - Die Vereinten Nationen haben scharfe Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Der Uno-Sicherheitsrat beschloss am Donnerstag einstimmig, die schon bestehende Strafmaßnahmen zu verstärken. Die neuen Sanktionen richten sich gegen nordkoreanische Diplomaten und den Zahlungsverkehr mit dem abgeschotteten Land. Außerdem werden mutmaßliche Waffenhändler Pjöngjangs auf eine Schwarze Liste gesetzt.

Der Sicherheitsrat forderte zudem ein hartes Durchgreifen gegen die Ein- und Ausfuhr verbotener Güter. Das Gremium nannte zudem Güter, deren Einfuhr verboten sei, unter anderem Jachten, Rennwagen, Luxusautos und bestimmte Edelsteine.

Die Vereinten Nationen reagierten mit den neuen Strafmaßnahmen auf den dritten Atomtest Nordkoreas. Pjöngjang hatte Mitte Februar trotz massiver internationaler Warnungen erneut einen Atomtest durchgeführt. Die Uno drückte in ihrer neuen Resolution ihre "ernste Besorgnis" aus und drohte mit "weiteren bedeutenden Maßnahmen", sollte Nordkorea einen erneuten Test von Atomwaffen oder Raketen vornehmen.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die Sanktionen seien eine klare Botschaft der Staatengemeinschaft, das Streben Nordkoreas nach Atomwaffen nicht hinzunehmen. Deutschland begrüße die deutliche Verschärfung des internationalen Sanktionsregimes gegen Nordkorea, sagte Außenminister Guido Westerwelle. "Dem Regime in Pjöngjang muss klar sein: Gezielte Provokationen, die gewollte Destabilisierung der Region und die Missachtung der Vereinten Nationen sind unverantwortlich und bedrohen den Frieden." Ein Bruch des Völkerrechts werde nicht toleriert.

Angesichts der Sanktionen hatte das weitgehend isolierte Pjöngjang den USA mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

Das Papier des Sicherheitsrats trägt vor allem die US-amerikanische, aber auch die chinesische Handschrift. Peking gilt als engster Verbündeter Pjöngjangs, ist aber nach dem Atomtest vom 12. Februar etwas von seinem Partner abgerückt.

heb/dpa/AFP/Reuters



insgesamt 36 Beiträge
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politicalhank 07.03.2013
1. Jetzt ...
... bin ich gespannt wie lange es dauert, bis Nordkorea seine Drohung wahr macht.
BadTicket 07.03.2013
2. Cooles Bild...
...die scheinen den gleichen PhotoShop-"Könner" zu haben wie die Jungs im Iran ;-)
77b1hts 07.03.2013
3. zeitrahmen
Zitat von politicalhank... bin ich gespannt wie lange es dauert, bis Nordkorea seine Drohung wahr macht.
entweder diesen monat noch ansonsten kann er auch gleich aufhören zu drohen denn er wird nur noch schallendes gelächter vernehmen. Er hat mit der schärfsten Waffe gedroht noch mehr Drohpotential kann er nicht aufbauen. Ihm bleibt eigentlich nur noch der Krieg diesen Monat. Den Rest hat er sich verbaut. Iran sollte sich das mal genau angucken und ggf nochmal überlegen ob es das alles Wert ist eine Atombombe zu besitzen. Zündet der Iran eine Atombombe zu Testzwecken war es das auf der Stelle für das Regime.
Jonny_C 07.03.2013
4. Lieber nicht....
Zitat von politicalhank... bin ich gespannt wie lange es dauert, bis Nordkorea seine Drohung wahr macht.
...wäre ein Selbstmord mit Ansage.
hajo58 07.03.2013
5. Sanktionen
Zitat von sysopAFP/ KCNA/ KNSReiseverbote gegen Diplomaten, Sperrung von Konten: Die Vereinten Nationen haben die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea massiv ausgebaut. Der Sicherheitsrat reagiert damit auf den erneuten Atomtest - selbst China, engster Verbündeter Nordkoreas, zieht mit. http://www.spiegel.de/politik/ausland/nordkorea-uno-verschaerft-strafmassnahmen-a-887516.html
Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, dass die UN einmal Sanktionen gegen die USA oder UdSSR verhängt haben. Die haben doch früher jede Menge Atomwaffen und Raketen getestet und ganze Insel und weite Landstriche unbewohnbar gemacht. Vor der UN sind alle Nationen gleich, doch manche sind gleicher.
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