Signal an Nordkorea USA testen erfolgreich Abwehr einer Interkontinentalrakete

"Unglaublicher Erfolg": Den USA ist nach eigenen Angaben die Abwehr eines simulierten Angriffs einer Interkontinentalrakete gelungen. Der Test ist ein Signal an das nordkoreanische Regime.
Boden-Luft-Abwehrrakete der USA

Boden-Luft-Abwehrrakete der USA

Foto: GENE BLEVINS/ AFP

Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen mehrere Mittelstreckenraketen und mindestens eine Kurzstreckenrakete getestet und zudem verkündet, das Land arbeite auch an mit Atomsprengköpfen bestückten Langstreckenraketen, die die USA erreichen könnten. Nun haben die USA erfolgreich den Abschuss einer solchen Interkontinentalrakete durch sein sogenanntes Ground-Based Midcourse Defense-System (GMD) simuliert. Das teilte die US-Raketenabwehr-Agentur (MDA) mit.

Demnach sei der Test-Flugkörper von einem US-Stützpunkt auf den Marschall-Inseln abgefeuert worden. Die Rakete sei von mehreren US-Systemen erkannt worden. Daraufhin sei eine Boden-Luft-Abwehrrakete von der kalifornischen Luftwaffenbasis Vandenberg aktiviert worden, die das Ziel zerstört habe.

"Der Abschuss einer komplexen, wirklichkeitsnahen Interkontinentalrakete ist ein unglaublicher Erfolg unseres Abwehrsystems und ein wichtiger Meilenstein für dieses Programm", sagte MDA-Direktor Jim Syring. Es demonstriere, dass die USA die richtige Abschreckung gegen "eine sehr reale Bedrohung" zur Verfügung hätten.

Bereits 2014 war ein derartiger Test ebenfalls erfolgreich verlaufen, davor waren allerdings drei Tests misslungen. Zudem hatten Forscher schon vor Jahren Lücken in dem System bemängelt. Insgesamt waren nur neun der vorherigen 17 Tests seit 1999 erfolgreich.

Mit dem nun erfolgten Test haben die USA demonstriert, dass sie gegen begrenzte Angriffe - wie aus Nordkorea - gerüstet wären. Würde allerdings eine Atommacht wie Russland oder China, die über ein großes Raketenarsenal verfügt, mit Dutzenden Raketen gleichzeitig angreifen, wäre das Abwehrsystem der USA aber wohl überfordert.

max/dpa/AFP
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