Symbol der Entspannung Nordkorea lässt sechs Südkoreaner zurück nach Hause

Sechs Südkoreaner dürfen offenbar in ihre Heimat zurückkehren. Nordkorea will die Rückreise am Freitag möglich machen. Laut Medienberichten waren die Männer möglicherweise ohne Erlaubnis in das Nachbarland eingereist.

Grenze bei Panmunjom: Südkoreaner dürfen zurück in die Heimat
AP/dpa

Grenze bei Panmunjom: Südkoreaner dürfen zurück in die Heimat


Seoul - Nordkorea will überraschend sechs Südkoreaner an die Behörden ihres Landes übergeben. Die Männer waren möglicherweise in den vergangenen Jahren unerlaubt in das abgeschottete Nachbarland eingereist, berichten südkoreanische Medien. Wie das Vereinigungsministerium in Seoul mitteilte, sollen die Südkoreaner am Freitag über Panmunjom, einem stark bewachten Grenzort, in ihre Heimat zurückkehren können. Darüber wurden sie vom nordkoreanischen Rotkreuzverband per Brief informiert.

Über die Identität der Personen wurden keine Angaben gemacht. Nach der Rückkehr müsse der Grund ihres Aufenthalts im Nachbarland festgestellt werden, sagte eine Sprecherin. Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, es handle sich um Männer im Alter zwischen 27 und 67 Jahren. Über vier von ihnen hätten die Staatsmedien in Nordkorea vor drei Jahren berichtet, dass gegen sie wegen unerlaubter Einreise ermittelt werde.

Im September waren zuletzt Familienzusammenführungen zwischen Nord- und Südkorea gescheitert. Was ein Zeichen der Entspannung nach drei Jahren Stillstand hätte sein können, war in letzter Minute von Nordkorea abgesagt worden. Das Regime von Kim Jong Un warf dem Nachbarn vor, den Dialog zwischen beiden Ländern zu vergiften.

Auf die Wiederaufnahme der Zusammenführungen hatten sich beide Länder Ende August geeinigt. Die Familien sollten sich in einem Feriengebiet in Nordkorea treffen. Das Programm aus dem Jahr 2000, in dessen Rahmen bislang Tausende Menschen kurzzeitig ihre Verwandten besuchen konnten, sollte nach dreijähriger Pause wieder aufgenommen werden. Derzeit stehen etwa 72.000 Südkoreaner auf einer offiziellen Warteliste und hoffen, ihre Familienmitglieder im Norden besuchen zu dürfen. Die Hälfte von ihnen ist bereits älter als 80 Jahre.

vek/dpa/AP

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rambo-1950 25.10.2013
1. Babyface & Schirmmützen
haben festgestellt, dass sie und ihre Drohungen keiner mehr ernst nimmt. Da sind solche Aktionen zur Entspannung und PR viel Presigeträchtiger und wirkungsvoller, siehe Beispiel IRAK. Dort stellt sich USA momentan noch quer, schließlich will man ein selbst instruiertes Feindbild nich so schnell aufgeben. Die wahren Feinde sitzen, lt. Peter Scholl-Latour dort, wo man überhaupt nicht mi rechnet
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