Minutenprotokoll der Rede "Wir können es schaffen"

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3. Teil: Johansson und Longoria bringen Glamour auf Parteitag


+++ Präsident auf dem Weg zum Parteitag +++

[3.17 Uhr] Der US-Sender CNN zeigt Bilder von der Limousine des US-Präsidenten, die auf den Weg zur Time Warner Cable Arena in Charlotte ist.

+++ Obama wird seine Wähler um Geduld bitten +++

[3.10 Uhr] Die Nachrichtenagenturen berichten, dass der Präsident die Amerikaner um mehr Zeit bitten wird, um seine Pläne umzusetzen. Er habe klare Ziele für die Stärkung der Wirtschaft, ein besseres Bildungssystem und mehr Unabhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland, heißt es in vorab veröffentlichten Redeauszügen. Die Präsidentenwahlen finden am 6. November statt. Umfragen sehen Amtsinhaber Obama und Romney in einem Kopf-an-Kopf-Rennen.

+++ US-Senator Kerry warnt vor Romneys Außenpolitik +++

[2.58 Uhr] Der demokratische US-Senator und Außenexperte John Kerry bezeichnet Romney als Gefahr für die amerikanische Außenpolitik. Der Republikaner sei "extrem" und ihm mangele es an Urteilsvermögen und einer Vision. Kerry lobt Obama vor allem als Präsidenten, der Amerika die moralische Autorität im Ausland wieder erarbeitet habe. "Obama hat seine Versprechen gehalten." Als Beispiel nennt er die verbesserte Beziehung zu Russland oder die nukleare Bedrohung, die der Präsident verringert habe. In Washington wird Kerry gerüchteweise als Nachfolger von Außenministerin Hillary Clinton gehandelt, die sich laut eigener Aussage nach dem Ende dieser Amtszeit zurückziehen möchte.

+++ Longoria attackiert Romneys Steuerpläne +++

[2.50 Uhr] Auch Eva Longoria, Schauspielerin bei den "Desperate Housewives", erinnert sich an ihre Jugend in bescheidenen Verhältnissen - und attackiert die Steuerpläne von Obamas republikanischem Herausforderer Mitt Romney, sie spricht von einer "herzlosen Reichenpolitik". Romney "würde die Steuern für Mittelschichtsfamilien erhöhen, um seine eigenen - und meine - zu verringern." Das sei falsch. Als sie früher in einem Fast-Food-Restaurant arbeitete, habe sie diese Steuererleichterungen benötigt. "Aber die Eva Longoria, die auf Filmbühnen arbeitet, tut das nicht."

+++ Prominente Unterstützung für den Präsidenten +++

[2.45 Uhr] Die Hollywood-Schauspielerin Scarlett Johansson lobt Barack Obamas Einsatz für Sozialprogramme: "Ich spreche hier nicht als Repräsentantin des jungen Hollywood, sondern als Repräsentantin der vielen Millionen jungen Amerikaner, vor allem jungen Frauen, die zum Überleben von öffentlichen Leistungen abhängig sind."

+++ Demokraten feiern Giffords +++

[2.35 Uhr] "Gabby, Gabby", ruft die Menge, als die im vergangenen Jahr bei einem Attentat schwer verletzte US-Politikerin Gabrielle Giffords auf die Bühne auf dem Parteitag der Demokraten in Charlotte kommt. Die 42 Jahre alte frühere Abgeordnete hat Mühe zu laufen und die Worte zu artikulieren. Die demokratische Parteichefin Debbie Wasserman Schultz stützt sie. Giffords spricht den US-Fahneneid "Pledge of Allegiance". Sie war im Januar 2011 von einem Mann auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Tucson im Bundesstaat Arizona aus nächster Nähe angeschossen und am Kopf verletzt worden. Sie überlebte nur knapp.

heb/pad/dpa/AFP/AP/Reuters

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Seite 1
RealityCheck 07.09.2012
1.
Sowohl für die Obama-Heldenverehrung wie für das Romney-Bashing in Deutschland gibt es so wenig Basis in den Gegebenheiten, dass es schon geradezu grotesk ist. Damit wird den deutschen Medien ein Armutszeugnis ausgestellt.
el_zarco 07.09.2012
2. Lausig
Der vermutlich lausigste Präsident der Nachkriegszeit, der nur im Vergleich mit seinem nach lausigeren Gegenkandidaten ein wenig an Glanz gewinnen kann. Der Friedensnobelpreisträger hat den Dronenkrieg ausgeweitet und lässt Gegner des Imperiums ohne jedes Gerichtsurteil ermorden. Es wird Zeit, dieses Land von dem Sockel zu holen, auf dem es die Deutschen noch immer haben.
koelnrio 07.09.2012
3. eine kraftvolle, visionäre, mitnehmende Rede
Präsident Obama hat sehr deutlich gemacht, wo er die USA angesiedelt sieht. Eine Gesellschaft aus Menschen, die sich gegenseitig helfen, die diejenigen, die besonders hilfsbedürftig sind, nicht zurücklassen. Eine Gesellschaft, die sich auf den Weg macht, unseren Planeten nicht weiter auszubeuten. "Der Klimawandel ist kein Scherz", wie er sagte. Seine Rede war gegen das mächtige Bankensystem, gegen das schnelle Geld, das an der Wallstreet gemacht wird. Er hat sehr deutlich gemacht, dass die Menschen in den USA eine Wahl haben. Und die Wähler sind es, die entscheiden, in welche Richtung die Vereinigten Staaten in den kommenden Jahren gehen werden. Und das ihre Wahl nicht für die kommenden 4 Jahre sind, sondern eine Richtungsentscheidung, die das Land auf Jahrzehnte hinaus bestimmen wird. Er hat sein "Yes, we can" von vor vier Jahren noch deutlicher gemacht: Jeder in den USA muss seinen Teil dazu tun. Er hat um die Hilfe der Amerikaner gebeten, seine Vision eines gemeinschaftlichen Amerikas zu verwirklichen. Man kann nur hoffen, dass ist bei der Mehrheit der Amerikaner angekommen.
teredonavalis 07.09.2012
4. Amerika braucht einen Macher, keinen Schwätzer
Zitat von sysopAPTränen, Jubel, Begeisterung: Hollywood-Stars und prominente US-Politiker stimmen die Delegierten der Demokraten in North Carolina auf den Höhepunkt des Parteitags ein. Mit großer Spannung wird die Rede des US-Präsidenten erwartet. Kann Barack Obama die Amerikaner überzeugen? Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,854282,00.html
Ich weiß schon lange, dass Obama gut reden kann. Die bisherhige Erfahrung mit ihm hat jedoch gezeigt, dass diese Eigenschaft nicht ausreicht, um Amerika zum Erfolg zu führen.
b.oreilly 07.09.2012
5. mäßig, mäßig!:-(
Ich meine, dass er schon bessere Reden in seinem Leben gehalten hat. Aus meiner Sicht konnte er allerdings nicht überzeugend darlegen, warum man ihn ein zweites mal oder überhaupt wählen sollte. Genau genommen hat er wider mehr versprochen, als er halten wird, sofern er Präsident bleibt. Von Hope und Change haben wir vor 4 Jahren schon einmal gehört. Ich glaube nicht, dass das amerikanische Wahlvolk noch einmal auf ihn rein fallen wird!
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