Obamas 100-Tage-Bilanz Der teuerste Präsident seit 1945

Kampf gegen die Wirtschaftskrise, Ende der CIA-Folter, mehr Truppen nach Afghanistan: Die ersten 100 Tage des neuen US-Präsidenten waren teuer, glamourös und oft widersprüchlich. Barack Obama hat bei seinem Blitzstart vieles richtig gemacht - aber zwei grobe Fehler begangen.

Kommentar von Gabor Steingart, Washington


US-Präsident Obama: Wie gut ist seine Bilanz wirklich?
AFP

US-Präsident Obama: Wie gut ist seine Bilanz wirklich?

Die größten Exporterfolge der USA seien Rock'n'Roll und Coca-Cola, heißt es oft. Dabei ist Tanzen à la Elvis längst aus der Mode, und die braune Brause genießt seit jeher einen zweifelhaften Ruf. Der deutlich größere Exporterfolg ist möglicherweise die Einführung der 100-Tage-Bilanz für jede neue Regierung. Präsident Franklin Delano Roosevelt ist vor nunmehr fast 80 Jahren auf diese Idee gekommen. Seither muss jeder demokratische Machtinhaber der Welt eine solche Blitzbilanz über sich ergehen lassen.

Sie ist mehr ein Sport als seriöse politische Betrachtung. Denn wenn Obama die ihm von der Verfassung zugestandenen zwei Amtszeiten regieren sollte, dann hat er am heutigen Tag erst 3,4 Prozent der Amtszeit hinter sich. Doch auch zweifelhafte Gewohnheiten sind Gewohnheiten.

Hier also ist Obamas Zwischenzeugnis. Noten gibt es im ersten Jahr bekanntlich noch nicht - dafür eine kurze schriftliche Beurteilung:

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.