Obamas Team Wahlkampfstratege Axelrod wird Top-Berater im Weißen Haus

Als Wahlkampfstratege brachte er Barack Obama ins Weiße Haus, nun bekommt David Axelrod selbst einen wichtigen Posten dort: Er wird einer der Topberater des künftigen US-Präsidenten.


Washington - Der Wahlkampf ist vorbei, das Ziel erreicht, und doch wird Topstratege David Axelrod weiterhin mitreden, wenn der künftige US-Präsident Barack Obama seine Entscheidungen trifft. Axelrod, ohnehin schon einer von Obamas engsten Vertrauten, wird einer seiner Chefberater im Weißen Haus werden.

Stratege Axelrod: Als Topberater ins Weißen Haus
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Stratege Axelrod: Als Topberater ins Weißen Haus

Axelrod hat schon viele Wahlkämpfe für prominente Demokraten ausgetüftelt, meist mit Erfolg. Der Sieg Obamas über seinen republikanischen Kontrahenten John McCain bei der Präsidentschaftswahl am 4. November gilt auch als Axelrods Triumph.

Als Berater im Weißen Haus wird außerdem Greg Craig fungieren, ein Ex-Sonderberater von Ex-Präsident Bill Clinton und früher im Innenministerium tätig. Craig war außerdem Clintons Anwalt während des Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn.

Tom Daschle wird Gesundheitsminister

Und auch die Reihen der Mitstreiter in der künftigen Regierung von Barack Obama verdichten sich. Als Justizminister steht bereits Eric Holder fest, Außenministerin soll vermutlich Hillary Clinton werden - und das Gesundheitsressort übernimmt Tom Daschle.

Daschle, zwischenzeitlich auch als Stabschef im Weißen Haus im Gespräch, ist ein enger Berater Obamas. Er hat das Angebot bereits angenommen. Der 60-Jährige hat kürzlich ein Buch über die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den USA geschrieben.

Obama hat eine Reform des Gesundheitswesens zu einem der wichtigsten Anliegen seiner Amtszeit erklärt. Rund 47 Millionen US-Bürger - ein Sechstel der Bevölkerung - sind nicht krankenversichert. Obama tritt sein Amt am 20. Januar an.

Der 60-Jährige gilt als politisches Schwergewicht. Er saß acht Jahre lang im Repräsentantenhaus. 1986 wurde er in den Senat gewählt und vertrat dort den Bundesstaat South Dakota. Von 1994 bis 2004 war Daschle oberster Demokrat in der Kammer und von 2001 bis 2003 Mehrheitsführer im Senat. Nachdem er 2004 nicht wieder ins Parlament gewählt wurde, arbeitete er als Berater für die Anwaltskanzlei Alston und Bird. Daschle war einer der ersten Unterstützer Obamas auf dessen Weg ins Weiße Haus.

ffr/Reuters/dpa/AP

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