Ölverträge Repräsentantenhaus droht Rumsfeld mit Vorladung

Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses wird die Vergabepraxis der Regierung Bush beim Wiederaufbau der irakischen Ölindustrie überprüfen. Er forderte entsprechende Dokumente bei der US-Notenbank und bei Verteidigungsminister Donald Rumsfeld an.


Washington - Sollte Rumsfeld die Unterlagen nicht aushändigen, wird er vom Ausschuss vorgeladen. Geprüft werden sollen unter anderem Verträge für das Unternehmen Halliburton, dem Vizepräsident Richard Cheney einst vorstand.

Bislang weigerte sich die Bush-Regierung, die Konditionen eines Halliburton-Auftrags mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Dollar offen zu legen. Dies sei scheinheilig und arrogant, kritisierte das demokratische Ausschussmitglied Henry Waxman. Sollte die Regierung die Dokumente zurückhalten, bekräftige sie das Bild, dass es den USA beim Irak-Krieg nur um die Kontrolle über das irakische Öl gegangenen sei.

Der Kongress müsse genau erfahren, was zwischen dem Sturz Saddam Husseins und der Machtübergabe an die irakische Übergangsregierung im Juni mit den Öl-Einnahmen geschehen sei, sagte Waxman. Der republikanische Ausschussvorsitzende Christopfer Shays beugte sich dem Druck der Demokraten. "Ich denke, die Informationen sind notwendig."



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