Karten zur Österreich-Wahl Hier hat Van der Bellen gepunktet

Österreich, ein blau-grüner Teppich. Der Blick in die Regionen zeigt, wo der künftige Bundespräsident Van der Bellen gewonnen hat - und wo sein Herausforderer.

Alexander Van der Bellen hat es geschafft - er ist der neue Bundespräsident Österreichs. Der Grüne tritt am 8. Juli sein Amt an.

Wo hat er Wähler mobilisieren können? Ein Blick auf die Karte zeigt, dass Van der Bellen vor allem im Westen des Landes in den Bundesländern Vorarlberg, Tirol, wo auch seine Heimatstadt Kaunertal liegt, und im Norden in Oberösterreich gewinnt - im Vergleich zur ersten Runde. Hier sind die grünen Flecken größer geworden.

Van der Bellen holt in der Stichwahl Stimmen vor allem in den Städten wie in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Bregenz. Auch die SPÖ-Hochburg St. Pölten entscheidet er für sich. Dort hatte sein Konkurrent von der FPÖ, Norbert Hofer, noch im ersten Wahlgang geführt.

Der "Blaue" hat seine Hochburgen vor allem im Süden und auch in den Regionen im Osten - im Burgenland, Niederösterreich, Steiermark und Kärnten. Und Hofer ist auf dem Land stark, das hatten bereits Nachwahlbefragungen gezeigt.

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Interessant ist ein Vergleich der Hochburgen der beiden Kandidaten mit weiteren Faktoren wie dem Einkommen - hier zeigen sich einige Parallelen. In Hochburgen von Van der Bellen ist das mittlere jährliche Nettoeinkommen vergleichsweise höher. Allerdings zeigt sich gerade in Städten wie Graz und Wien, wo Van der Bellen Spitzenwerte holt, dass das mittlere jährliche Nettoeinkommen den Wahlausgang nicht allein erklären kann.

Hier waren auch andere Faktoren wahlentscheidend wie Alter, Bildung und Beruf. Für den Grünen hatten laut Nachwahlbefragungen vor allem bis 29-Jährige, Höhergebildete mit Matura sowie Universitätsabschluss und Angestellte und öffentliche Bedienstete gewählt. Bei Hofer waren es vor allem die Arbeiter ohne Matura im Alter von 30 bis 59 Jahren.

Interessant ist auch der Blick auf die Wahlbeteiligung. Dort wo die Kandidaten besonders weit auseinander liegen, fällt sie vergleichsweise gering aus - etwa im Süden, wo vor allem Hofer seine Anhänger hat, oder im Westen, wo Van der Bellens Sympathisanten wohnen.

Die Wahlbeteiligung ist im Nordosten Österreichs am höchsten, in Krems gaben 82 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Diese Region war umkämpft, wie auch ein Vergleich der Ergebnisse der ersten und zweiten Wahlrunde zeigen. Van der Bellen hat hier mehr Bezirke für sich in der Stichwahl entscheiden können.

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