Alarm in Oslo Polizei entschärft möglichen Sprengsatz

Eine Spezialeinheit der Polizei hat in Oslo einen "bombenähnlichen Gegenstand" kontrolliert gesprengt. Ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Einsatzort in Oslo
AP

Einsatzort in Oslo


In Oslo hat die Polizei in der Innenstadt ein "bombenähnliches" Gerät gefunden und kontrolliert gesprengt. Ein Verdächtiger sei verhaftet worden, teilte die norwegische Polizei am Samstagabend über Twitter mit. Details zu der Person wurden nicht gemacht. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters vor Ort berichtete, wurde die Gegend weiträumig abgesperrt.

Der verdächtige Gegenstand, der in einer Plastiktüte gelegen hatte, war am späten Samstagabend an der U-Bahnstation Grønland in der Innenstadt der norwegischen Hauptstadt entdeckt worden. Eine Spezialeinheit der Polizei rückte daraufhin aus, räumte die unmittelbare Umgebung des Fundorts und sprengte den Gegenstand kontrolliert, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete. Ein lauter Knall sei zu hören gewesen, kurz nachdem ein Spezialteam vor Ort eingetroffen sei.

"Die Bombengruppe ist nun wieder vor Ort, um den Effekt der Detonation zu prüfen und zu sehen, ob mehr getan werden muss, bevor wir die Absperrungen aufheben können", sagte ein Polizeisprecher. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben des norwegischen Rundfunks keine Gefahr.

Laut Polizei hätte die Vorrichtung wahrscheinlich nur einen begrenzten Schaden anrichten können. "Wir warten nun auf die Ergebnisse der weiteren Untersuchungen." In der Nähe des Fundortes befinden sich zahlreiche Bars und Restaurants, aber auch Moscheen und das Hauptquartier der Polizei der Stadt. Auch die Regierungsgebäude, vor denen der Rechtsextremist Anders Breivik 2011 seine Bombe gezündet hatte, liegen nicht weit entfernt.

Am Freitag war im Nachbarland Schweden ein Attentäter mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge und ein Kaufhaus im Zentrum der Hauptstadt Stockholm gerast. Dabei starben vier Menschen, 15 wurden verletzt. Danach war auch die Polizei in Norwegen in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.

oka/dpa/Reuter



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