Ost-Jerusalem Uno nennt israelische Baupläne illegal

Ban Ki Moon hat die israelischen Pläne zum Abriss vieler Häuser von Palästinensern im Osten Jerusalems scharf kritisiert: Das Vorhaben verstoße gegen internationales Recht und stehe im Widerspruch zum Willen der palästinensischen Bewohner, sagte der Uno-Generalsekretär.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon: Kritik an israelischen Bauplänen in Ost-Jerusalem
AFP

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon: Kritik an israelischen Bauplänen in Ost-Jerusalem


New York - 22 Häuser arabischer Familien sollen im Osten Jerusalems abgerissen werden - damit dort ein archäologischer Park gebaut werden kann. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich jetzt besorgt über die israelischen Bauplanungen in Ost-Jerusalem geäußert. Ban nannte das Vorhaben am Mittwoch "nicht hilfreich" für den Friedensprozess und im Widerspruch zum internationalen Recht stehend, wie sein Sprecher Martin Nesirky in einer Erklärung mitteilte.

Die fortgeschrittenen Planungen der Jerusalemer Stadtverwaltung für einen archäologischen Park und den Ausbau von Siedlungen im Viertel Silwan im arabischen Osten Jerusalems seien Besorgnis erregend. Der Uno-Generalsekretär erinnere die israelische Regierung an ihre "Verantwortung", keine Schritte zu unternehmen, die "die Spannungen in der Stadt verschärfen" könnten.

Der Stadtrat in Jerusalem hatte den Bauplan für den archäologischen Park außerhalb der Altstadt am Montag gebilligt. Der Park soll im Stadtteil Gan Hameletsch entstehen, unter der arabischen Bevölkerung ist der Stadtteil, dessen Einwohner in der Mehrheit arabischstämmig sind, unter dem Namen El Bustan bekannt. Für den Park müssten 22 Häuser arabischer Familien abgerissen werden, 66 weiteren würde jedoch nachträglich eine Baugenehmigung erteilt; alle 88 Häuser waren ohne israelische Baugenehmigung errichtet worden.

Die Zukunft Ost-Jerusalems gehört zu den strittigsten Themen zwischen Israelis und Palästinensern. Der Ostteil der Stadt wurde im Sechs-Tage-Krieg 1967 von Israel erobert.

hen/AFP/apn



insgesamt 147 Beiträge
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Nachdenklich, 24.06.2010
1. Ausschluss - Sanktionen!
Zitat von sysopBan Ki Moon hat die israelischen Pläne zum Abriss vieler Häuser von Palästinensern im Osten Jerusalems scharf kritisiert: Das Vorhaben verstoße gegen internationales Recht und stehe im Widerspruch zum Willen der palästinensischen Bewohner, sagte der Uno-Generalsekretär. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,702520,00.html
Israel muss endlich aus der UNO ausgeschlossen, muss mit harten Sanktionen belegt werden! Kein Mitgliedsstaat hat so oft die Beschlüsse der Weltgemeinschaft missachtet, es ist unerträglich. Bisher keinerlei Sanktionen, während man andere Staaten hart angeht. Die westliche Gemeinschaft hat jeden moralischen Anspruch verloren. Nachdenklich
ernstjüngerfan 24.06.2010
2. Kleinmütig
Zitat von sysopBan Ki Moon hat die israelischen Pläne zum Abriss vieler Häuser von Palästinensern im Osten Jerusalems scharf kritisiert: Das Vorhaben verstoße gegen internationales Recht und stehe im Widerspruch zum Willen der palästinensischen Bewohner, sagte der Uno-Generalsekretär. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,702520,00.html
"nicht hilfreich" für den Friedensprozess. Diese hilflose und armselige Floskel des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon kennen wir doch von dem legendären „Nahostvermittler“ Joschka Fischer. Der hat diesen nichtsagenden Spruch immer dann abgesondert, wenn israelisches Militär unverhältnismäßig hart zugeschlagen hat.
antonhimbert 24.06.2010
3. nennt es doch bei Namen:
APARTHEITSREGIME! Man sollte die Israelis behandeln wie seinerzeit Südafrika. Gegen die "Herrenmenschen" hilft nur ein Embargo, was aber der gesteuerte "große Bruder" verhindert...
Halluzinella 24.06.2010
4. Ja und???
Zitat von sysopBan Ki Moon hat die israelischen Pläne zum Abriss vieler Häuser von Palästinensern im Osten Jerusalems scharf kritisiert: Das Vorhaben verstoße gegen internationales Recht und stehe im Widerspruch zum Willen der palästinensischen Bewohner, sagte der Uno-Generalsekretär. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,702520,00.html
Wird es Konsequenzen haben? Wird es eine Reaktion auf diese Kritik geben? Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Die Israelis werden weiterhin Siedlungen bauen wo immer sie möchten und das wertvolle Trinkwasser für sich allein beanspruchen. Und die christliche Welt traut sich weiterhin nicht etwas dagegen zu tun.(Kann mir mal jemand erklären warum das so ist, Angst vor atomaren Erstschlag durch Israel?) Bleibt also alles so wie gehabt.Leider
misr35 24.06.2010
5. Wie lange noch Friedensprozess, ohne Erfolg?
Zitat von ernstjüngerfan"nicht hilfreich" für den Friedensprozess. Diese hilflose und armselige Floskel des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon kennen wir doch von dem legendären „Nahostvermittler“ Joschka Fischer. Der hat diesen nichtsagenden Spruch immer dann abgesondert, wenn israelisches Militär unverhältnismäßig hart zugeschlagen hat.
Wie lange noch Friedensprozess, ohne Erfolg? Welchen Friedensprozess meinen Sie? Gab es noch nicht genug Friedensresolutionen/beschluesse ohne dass DER Staat ueberhaupt nur nachdenkt , oder dies sofort als Grund der weiteren Aufruestung(-shilfe)_, ohne Kontrolle, benuetzt.
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