Ostkongo Rebellentruppen sollen Massaker verübt haben

Schwere Vorwürfe gegen die Truppen des kongolesischen Rebellengenerals Laurent Nkunda: Sie sollen ein Massaker an Dutzenden jungen Männern im Ostkongo verübt haben.


Nairobi/Goma - Die Rebellen sollen bis zu 60 junge Männer in der Stadt Kiwanja massakriert haben. Der britische Rundfunksender BBC berichtete am Freitagmorgen, die Rebellen hätten die Stadt zurückerobert, die die regierungstreuen Mai-Mai-Milizen erst am Vortag unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen hätten Dutzende Leichen von jungen Männern gefunden, die als mutmaßliche Mai-Mai-Kämpfer getötet worden seien, hieß es.

Die Kinderschutzorganisation Save the Children berichtete unterdessen über einen massiven Anstieg der Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten, seit im Ostkongo wieder heftig gekämpft wird. Besonders besorgniserregend sei, dass in mindestens zwei Fällen gezielt Schulen überfallen worden seien, um eine möglichst große Zahl von Kindern in die Gewalt von bewaffneten Gruppen zu bringen, sagte eine Sprecherin der Organisation.

Mit einem Krisengipfel in der kenianischen Hauptstadt Nairobi soll an diesem Freitag ein neuer Versuch einer politischen Lösung unternommen werden. An dem Gipfel nimmt auch Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon teil. Auch der kongolesische Präsident Kabila und der ruandische Präsident Kagame sollen an den Beratungen teilnehmen.

ler/dpa/AP



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