Pakistan Angreifer setzen mehr als 20 Nato-Tankwagen in Brand

In Pakistan kehrt keine Ruhe ein: Unbekannte haben im Südwesten des Landes ein Terminal der Nato mit Gewehren und Raketen beschossen. Dabei gingen mehr als 20 Tankzüge in Flammen auf. Der Treibstoff war für die internationalen Truppen in Afghanistan gedacht.

Löschversuche: Am Freitag wurden 20 Öltanker der Nato in Pakistan in Brand gesetzt
AP

Löschversuche: Am Freitag wurden 20 Öltanker der Nato in Pakistan in Brand gesetzt


Quetta - Bei einem Angriff im Südwesten Pakistans sind mehr als 20 Lastzüge mit Treibstoff für die internationalen Truppen zerstört worden. Die Angreifer hätten die Lastwagen in der Nähe der Stadt Quetta mit Gewehren und einer Rakete beschossen, sagte ein Polizeisprecher. Dabei gerieten zunächst zwei Tanklastzüge in Brand. Von dort griffen die Flammen auf die anderen Lastwagen über. Die Angaben schwanken zwischen 23 und 25 zerstörten Fahrzeugen. Berichte über Opfer lagen zunächst keine vor.

Die Lastwagen waren in dem Terminal zusammengezogen worden, nachdem die pakistanische Regierung die Versorgungslinien Richtung Afghanistan gesperrt hatte. Damit reagierte sie auf einen Nato-Luftangriff, bei dem vor knapp zwei Wochen 24 pakistanische Grenzsoldaten ums Leben gekommen waren.

Wer hinter dem Tanklaster-Angriff steckt, ist noch unklar. Bei ihrem Kampf gegen die Nato-Truppen in Afghanistan hatten die fundamentalistischen Taliban allerdings schon öfter Lastwagen in Brand gesetzt. Doch auch bei der pakistanischen Regierung verlieren die internationalen Truppen an Rückhalt: Nach dem Beschuss der Grenzposten hatte die pakistanische Armee mit Vergeltung gedroht, falls es noch mal zu einem derartigen Angriff kommen sollte.

irb/dapd/afp



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