Pakistan Anschlag bei Wahlveranstaltung - viele Tote

Ein Selbstmordattentäter hat sich bei einer Wahlkampfveranstaltung im Nordwesten Pakistans in die Luft gesprengt. Mindestens 14 Menschen wurden getötet, Dutzende weitere verletzt.


Peshawar - Der Attentäter sprengte sich nach Angaben des pakistanischen Innenministeriums bei einer Wahlkampfkundgebung die Luft. Ersten Informationen zufolge seien 14 Menschen getötet und mindestens 24 weitere Menschen verletzt worden. Der Attentäter habe seinen Sprengsatz ganz in der Nähe der Tribüne gezündet, hieß es.

Die Bombe detonierte während einer Veranstaltung der Awami-Partei, einer säkularen paschtunischen Gruppe, in der Ortschaft Charsadda. Der Ortsvorsitzende der Partei und prominente Menschenrechtsaktivist Afrasiab Khattak hielt während der Veranstaltung eine Rede. Er sagte später einem Fernsehsender, er sei nicht verletzt worden. Islamische Extremisten hätten die Partei vor der anstehenden Parlamentswahl bedroht.

Bereits Ende Dezember war die pakistanische Oppositionspolitikerin Benazir Bhutto während einer Wahlkampfveranstaltung von einem Selbstmordattentäter getötet worden. Die ursprünglich für den 8. Januar vorgesehene Parlamentswahl wurde nach dem Anschlag und den darauf folgenden Unruhen auf den 18. Februar verschoben.

amz/AFP



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