Pakistan Dutzende Menschen sterben bei Drohnenattacken

Im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind bei massiven US-Drohnenangriffen mehr als 30 Extremisten ums Leben gekommen. Es habe zudem viele Verletzte gegeben, hieß es in pakistanischen Geheimdienstkreisen.

Islamabad - Der erste Angriff erfolgte in Nord-Waziristan, wenig später wurden Ziele im benachbarten Süd-Waziristan beschossen: Bei mutmaßlichen US-Drohnenangriffen im Norden Pakistans sind pakistanischen Geheimdienstkreisen zufolge mehr als 30 Extremisten getötet worden. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet sogar von fast 50 Todesopfern.

Bei einem Angriff habe eine Drohne mehrere Raketen auf ein Gehöft in der Gegend von Datta Khel. Mindestens 20 Leichen seien anschließend aus den Trümmern geborgen worden. Zehn Bewohner erlitten zum Teil schwere Verletzungen, hieß es. Zuvor war bei einem ersten Angriff am späten Montagabend in derselben Gegend ein Fahrzeug beschossen worden. Fünf Insassen seien bei dem Angriff in Datta Khel getötet worden, hieß es.

Am frühen Dienstag folgte dann der nächste Drohnenangriff im benachbarten Süd-Waziristan, wieder auf ein Fahrzeug. Dabei seien acht Menschen getötet worden, sagte ein pakistanischer Geheimdienstoffizier.

Die ferngesteuerten US-Flugzeuge nehmen in den Taliban-Hochburgen im Nordwesten Pakistans seit Jahren radikal-islamische Aufständische und Terroristen ins Visier. Immer wieder kommen bei den Einsätzen auch Unbeteiligte ums Leben.

Die USA haben ihre Raketenangriffe durch unbemannte Flugzeuge auf Extremisten-Stellungen seit der Tötung von Qaida-Chef Osama Bin Laden im Mai intensiviert. Pakistans sieht durch diese Angriffe ihre Bemühungen erschwert, die Extremisten in der Grenzregion zu isolieren. Immer wieder kommen bei den Einsätzen auch Unbeteiligte ums Leben.

hen/Reuters/dpa
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